FußballEs wird nicht billig: EM-Tickets zwischen 30 und 1.000 Euro

Fußball / Es wird nicht billig: EM-Tickets zwischen 30 und 1.000 Euro
Fans, die ihre Mannschaft bei der EM anfeuern wollen, müssen teilweise tief in die Tasche greifen Foto: Justin Tallis/AFP

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Die EM-Organisatoren haben die Ticketpreise für die Endrunde im kommenden Jahr in Deutschland bekannt gegeben. Es wird nicht gerade billig.

Fans müssen sich beim Ticketkauf für die Fußball-EM im kommenden Jahr in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli) auf eine enorme Preisspanne einstellen und teilweise tief in die Tasche greifen. Die günstigsten Eintrittskarten in den regulären Segmenten kosten 30 Euro, die teuersten 1.000. Trotz der teilweise gesalzenen Preise in Zeiten großer ökonomischer Probleme erwarten die Organisatoren eine komplett ausverkaufte Endrunde.

„Es soll ein großes Fest wie bei der WM 2006 werden“, sagte Organisationsboss Martin Kallen. Kritik an den Preisen, die einer vierköpfigen Familie im günstigsten Fall 120 Euro für ein Vorrundenspiel abverlangen, weist der Schweizer zurück: „Die Nachfrage wird viel größer sein als das Angebot. Wenn es zu günstig ist, landen zu viele Karten auf dem Schwarzmarkt.“

Vorverkaufsstart am 3. Oktober

Der Online-Verkauf auf Euro2024.com beginnt am 3. Oktober. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) rechnet mit Erlösen von über 300 Millionen Euro aus dem Ticketgeschäft. Die Gesamteinnahmen der zweiten EM-Endrunde in Deutschland nach 1988 sollen sich auf 2,3 Milliarden belaufen.

Von den 2,7 Millionen Eintrittskarten für die 51 Spiele in den zehn Stadien gibt es 270.000 Tickets direkt hinter den Toren für 30 Euro zu haben. In die Preiskategorie unter 60 Euro fallen insgesamt eine Million Eintrittskarten. Die Tickets, die es nur in digitaler Form geben wird, gelten rund um die jeweiligen Partien gleichzeitig als Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr.

In der ersten Verkaufsphase bis zum 26. Oktober werden 1,2 Millionen Tickets angeboten. Wenn es wie erwartet zu Überbuchungen kommt, entscheidet das Los. Nach der Gruppenauslosung am 2. Dezember wird eine weitere Million Eintrittskarten an die Fans der qualifizierten Mannschaften über die nationalen Verbände verkauft.

Pro Person dürfen vier Karten geordert werden, eine Tauschbörse ist geplant. Bereits jetzt haben sich Interessierte aus 170 Ländern registriert. Um der angestrebten Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, hat die UEFA eine Vereinbarung mit der Deutschen Bahn getroffen. Fernreisen in der 2. ICE-Klasse kosten für Ticketbesitzer knapp 30 Euro pro Fahrt.

Für Rollstuhlfahrer stehen 42.000 Plätze für 30 Euro zur Verfügung, ihre Begleitpersonen können kostenlos ins Stadion. 10.000 Tickets spendiert die UEFA an sogenannte „benachteiligte“ Kinder. Die restlichen knapp 500.000 Tickets gehen unter anderem an Sponsoren, VIPs und Funktionäre.

Trotz der andauernden Testphase im Europacup wird es bei der EM keine Stehplätze geben. „Wir haben das über Monate analysiert und mit den Fans besprochen. Eine Umsetzung ist noch zu kompliziert für ein Turnier“, begründete Kallen die ablehnende Haltung der UEFA.

Als Gründe führte Kallen Sicherheitsbedenken der Behörden an. Zudem müssten die Ränge in den Stadien in großem Stil umgebaut werden, um jedem Team die gleiche Anzahl an Stehplatz-Karten zur Verfügung zu stellen.

Zur Verfügung stehen dagegen bereits die Tickets für die Edelfans. Die Lounges und Skyboxen kosten zwischen 1.250 und 2.300 Euro pro Begegnung. Zudem gibt es sogenannte Premium-Angebote, für die zwischen 400 und 2.000 Euro pro Karte fällig werden. (SID)

luxmann5656
13. September 2023 - 22.44

Eine inflationaere EM mit der laecherlich aufgeblasenen teilnehmerzahl von 24 laendern und ebenso aufgeblasenen preisen. Nein danke...kein interesse.