Die Beamtengewerkschaft CGFP will mit einer großen Protestaktion am kommenden Montagabend Druck auf die Politik machen. In einer Mitteilung am Mittwoch erklärte die Gewerkschaft, dass es neben den klassischen Forderungen auch um die weitere Öffnung des öffentlichen Dienstes für Ausländer gehen werde. Innenminister Dan Kersch hatte vergangene Woche erklärt, dass er einige Bereiche des öffentlichen Dienstes für Ausländer öffnen will, weil es Rekrutierungsprobleme gebe.
Er nannte unter anderem die Gefängniswärter und löste gleich Protest aus. Während er selbst behauptete, die Wärter stünden einer Öffnung ihres Dienstes positiv gegenüber, verneinte die Gewerkschaft der Gefängniswärter diese Aussage dem Tageblatt gegenüber. „Mit ihrer Kundgebung will die CGFP nicht nur an die Regierung, sondern an alle politischen Verantwortlichen eine deutliche Botschaft senden“, so die Beamtengewerkschaft. Die Parteien sollen vor den Wahlen im nächsten Jahr klarstellen, „ob sie gewillt sind, gemeinsam mit der CGFP die Missstände im öffentlichen Dienst aus der Welt zu schaffen“.
Mächtige Wählerschaft
Zu den klassischen Forderungen der CGFP gehört unter anderem die Abschaffung der 80/80/90-Regelung, die besagt, dass angehende Beamte in ihren ersten beiden Jahren nur 80 Prozent ihres Gehaltes verdienen und im dritten Jahr 90 Prozent, bevor sie ihr volles Gehalt ab dem vierten Jahr beziehen. Die mit der Reform des öffentlichen Dienstes eingeführte Regelung sorgte immer wieder für Streit zwischen der Gewerkschaft und der Regierung. Auch das Bewertungssystem, bei dem die Arbeit der Staatsbeamten regelmäßig unter die Lupe genommen wird, will die CGFP abgeschafft sehen.
Die Staatsbeamten sind eine mächtige Wählergruppe in Luxemburg. Da die Beamten mit nur wenigen Ausnahmen Luxemburger sind, stellen sie einen Großteil der eingeschriebenen Wähler. Ihre Gewerkschaften, sei es die CGFP oder die FGFC, die Gewerkschaft des Gemeindepersonals, haben meist viel Einfluss auf die Politik. Romain Wolff, Präsident der CGFP, und Steve Heiliger, CGFP-Generalsekretär, sollen beide bei der Protestaktion das Wort ergreifen.
De Maart

Majo soll dann 80/80/90 Regelung ieren zreck gezun gin ,da mussen jo elo all déi wouh bis elo derfun betraff waren sech ver..... virkommen well dei hun jo wirklech e gudden Deel Suen verluer.
Op gutt Däitsch gesot :)
@Has been
Mein Lieber,
Staatsgeheimnis ist wie und warum verschiedene Würdenträger in unserem Land ausgewählt werden. Ich denke u.a. an den Staatsrat, nicht demokratisch gewählt aber hohe Meinung von sich selbst.
Keine offizielle Erklärung vorhanden.
@Tom
Erklären Sie mir doch was heute noch ein Staatsgeheimnis ist
@BillieTh
Es gibt doch seit einiger Zeit die Doppelnationalität.
Etwas was ich nie verstanden habe.
Luxemburgische Politiker und Staatsbeamte mit Zugang zu "wichtigen Eintragungen "dürften doch eigentlich nur luxemburgischer Nationalität sein.
Früher war es Staatsverrat wenn verschiedene Grenzen überschritten wurden und der Staat und das Staatsgeheimnis gefährdet waren..
Mat hieren Krittik un dem Stage leeft d'Cgfp an d'Mauer. Sinn keen Fan vun Gambia, mais hoffen dass se an desser Fro hard bleiwen.
le self-service des priviligés continue
@Lucy
Wir Luxemburger haben deutlich gemacht beim Referendum was wir wollen und was wir nicht wollen. Das ist Demokratie.
Wir lassen uns doch nicht immer in die Suppe spucken.
"Die Staatsbeamten sind eine mächtige Wählergruppe in Luxemburg ...und haben meist viel Einfluss auf die Politik. "
Und deshalb wohlen viele Luxemburger nicht die Kriterien beim Wahlrecht ändern!
Und auch deshalb wohlen viele Luxemburger nicht die Grenze von 1 Mio Einwohner überschreiten!
Stell dir vor, die CGFP macht Druck, und keiner geht hin!
Eins muss man der CGFP lassen...., sie sitzt am längeren Hebel. Die Vormachtstellung einer privilegierten Berufsgruppe lädt geradezu Machtmissbrauch ein. Und das sich solche Berufsgruppen einer Öffnung und möglichen Konkurrenz erwehren... darüber sollte man sich auch nicht wundern.