Gesellschaft

Luxemburg-Stadt und das geplante Bettel-Verbot: „Wir werden dadurch nicht verschwinden“

Fremde um Geld zu bitten – das soll in der Stadt Luxemburg untersagt werden. Die Gemeinde will so gegen organisierte Bettelnetzwerke vorgehen. Betroffene sind sich einig, dass es nichts und doch so viel für sie ändern wird. 

Luxemburg-Stadt und das geplante Bettel-Verbot: „Wir werden dadurch nicht verschwinden“

Fotos: Editpress/Julien Garroy

Ein später Morgen in der Hauptstadt. Aus der rue des Capucins hört man an diesem Tag im März kurz vor 10.45 Uhr Geschrei. Eine Frau ist aufgebracht und ruft zwei Männern unverständliche Worte hinterher. Eine Zeitung unter den Knien, hockt sie auf dem Boden. Vor ihr steht ein Pappbecher. Sie hofft, dass Vorbeigehende ein paar Euro reinwerfen. Die Frau bettelt. Die Frage ist, wie lange sie das noch tun wird. Denn in bestimmten Bereichen der Stadt soll Betteln zwischen 7 und 22 Uhr verboten werden. Die entsprechende Anpassung der Polizeiverordnung steht am Montag auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

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