Der Euro hat am Mittwoch den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. Zuletzt kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1379 US-Dollar. Stärker war der Euro seit dem Tag nach dem Brexit-Votum vor gut einem Jahr nicht mehr, als die Währung zusammen mit dem britischen Pfund stark unter Druck geraten war.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch auf 1,1278 (Montag: 1,1187) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8867 (0,8939) Euro. Bereits am Vortag hatte der Euro kräftig um 1,5 Prozent zugelegt. Auslöser dafür waren Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi. Er gab sich auf der alljährlichen Notenbankkonferenz im portugiesischen Sintra nicht nur zuversichtlich für das Wachstum im Euroraum.

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Verglichen mit früheren Aussagen war er auch optimistischer, dass die Notenbank ihr Inflationsziel von knapp zwei Prozent wieder erreichen könne. Die lange Zeit schwache Inflation war ein Hauptgrund für die extrem lockere Geldpolitik der EZB. Bankökonomen rechnen damit, dass die EZB im Spätsommer die Weichen für einen geldpolitischen Kurswechsel stellen wird.

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