Tageblatt: Einen kleinen Rückblick auf eure Europapokalspiele in Rumänien. Da war eine Qualifikation keine Utopie?

Franky Hippert: Gegen eine Profi-Mannschaft wie Turda haben wir schon in der ersten Partie in der Schlussphase den Sieg etwas leichtsinnig liegen gelassen. In der zweiten Partie, die wir nur mit einem Tor Unterschied verloren haben, hatte ich das Gefühl, dass wir von den Schiedsrichtern benachteiligt wurden. Ansonsten wäre auch hier ein Sieg möglich gewesen. Jedenfalls haben wir in beiden Partien ansprechende Leistungen geboten.

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Das Hinspiel ging mit drei Toren verloren. War es nicht schade, dass ihr das Rückspiel nicht vor eigenem Publikum austragen konntet, was die Qualifikationschancen doch merklich erhöht hätte?

Natürlich wäre das für uns Spieler ein super Erlebnis gewesen, vor eigenem Publikum zu spielen. Ich weiß aber nicht, ob wir dann viel besser gespielt hätten. Die Unterstützung unserer Fans hätte möglicherweise dazu führen können, dass es für die Qualifikation gereicht hätte. Aber es ist müßig, darüber nachzudenken, die Vereinsführung hatte es anders entschieden, was wir Spieler aber auch verstanden haben. Und die beiden Spiele in Rumänien vor einem tollen Publikum waren auch etwas Besonderes, das einen für die Karriere prägt.

Wie sieht es für die kommende Saison aus?

Nun, auch für dieses Jahr wollen wir unser Ziel erreichen. Unser Mindestziel ist der vierte Platz, der erneut die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb bedeuten würde. Was die nächste Saison angeht, wissen wir, dass Michel Gulbicki aus privaten Gründen aufhört. Ob Martin Hummel bleibt, ist noch ungewiss, da er bei Käerjeng im Gespräch ist. Als Neuzugang hat der Verein ja schon Jimmy Hoffmann verpflichtet. Ein Neuzugang, über den ich mich mächtig freue und der uns als Mannschaft bestimmt weiterbringen wird.

Obschon es eine direkte Konkurrenz auf deiner Position ist?

Sagen wir mal so, hätte der Verein einen Ausländer auf dieser Position verpflichtet, hätte sich meine Begeisterung wohl in Grenzen gehalten. Bei Jimmy Hoffmann ist das aber anders. Jimmy ist zum Ersten ein supercooler Typ, und ich weiß, dass er gut zu unserer Mannschaft passt. Außerdem ist er ein sehr vielseitiger Spieler, den man sowohl auf Linksaußen wie auch auf allen Positionen im Rückraum einsetzen kann, was uns dann auch mehr Alternativen im Rückraum verschafft. Neben seinen menschlichen Qualitäten kommen seine enormen defensiven Eigenschaften hinzu, so dass er ganz einfach eine enorme Bereicherung für unsere Mannschaft ist. Ich bin jedenfalls zuversichtlich und freue mich auf die kommende Saison.

Fernand Schott