Gegenüber dem Tageblatt erklärte der Nationalspieler diese überraschende Entscheidung: „Das Studium (Braas will Lehrer werden, d. Red.) ist mir wichtiger. Ich will nicht riskieren, mit leeren Händen dazustehen.“

Im Rahmen des Studiums an der uni.lu hatte Braas sein Auslandsjahr in Bamberg verbracht und dies mit dem Volleyball bei Coburg kombiniert. Der Verein schaffte dann den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

„Es war eine sehr schwere Entscheidung, die sich über zwei, drei Wochen hinzog und wo ich immer wieder das Pro und Contra abgewogen habe. Mit dem Volleyballsport kannst du einfach nicht für das Leben nach der Karriere aussorgen.“

Gilles Braas wird noch zwei Jahre benötigen, um sein Studium zu beenden: „Ich habe insgesamt zwölf Semester Zeit, um zum Abschluss zu kommen, acht sind nötig. Ich habe jetzt bereits gesehen, dass an der Uni ein anderer Rhythmus herrscht. ‘An de Sputt wäert nach méi grouss ginn’.“ Doch die Idee einer Profikarriere hat sich der Steller nicht aus dem Kopf geschlagen: „Ich will mein Studium so schnell wie möglich beenden. Dann will ich einen Master im Ausland absolvieren.“

„Traurig“

Coburg zeigte sich „traurig, aber verständnisvoll“ gegenüber seiner Entscheidung. Dass er in Luxemburg zurück zu seinem Stammverein geht, war klar: „Ich habe immer gesagt, dass ich nach Walferdingen zurückkehre, falls der Verein eine konkurrenzfähige Mannschaft hat. Dazu kommt, dass sich meine Familie sehr viel in diesem Verein engagiert.“

Neu im Herrenteam sind für die Saison auch Jean-Pierre Londiniere (aus Strassen) und Philippe Gläsener (as Lorentzweiler). Bekannt war bereits, dass Tom Widong Walferdingen in Richtung Strassen verlässt. Bartek Zielinski wird kommende Spielzeit in Bartringen spielen. Blaine Nelson kehrt nicht nach Walferdingen zurück.

Bei den Damen kommt Nora Kalich (ehemals Gym) als Verstärkung.

dat/Tageblatt.lu