Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier beruft die EU eine Krisensitzung ein. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe ein Treffen der zuständigen Minister sowie Behördenvertreter der betroffenen Länder vorgeschlagen. Es solle stattfinden, sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen. Vom Eier-Skandal sind mittlerweile zwölf europäische Länder betroffen. Andriukaitis erklärte, er habe bereits mit den zuständigen Ministern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gesprochen.

Diese drei Länder sind vor allem betroffen: In Belgien wurde offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Das Mittel wurde von einer niederländischen Firma in zahlreichen Ställen in den Niederlanden eingesetzt. Mittlerweile ist bekannt, dass auch Luxemburg betroffen ist. “Wir müssen in allen Einzelheiten aufklären, was passiert ist”, erklärte Andriukaitis gegenüber AFP.

“Wir brauchen eine umfassende Analyse dieses Falls.” Die Experten müssten herausfinden, wo die Probleme entstanden seien – “damit wir uns hinsetzen und über Lösungen und Folgen sprechen können”. Mitgliedstaaten machen sich bereits gegenseitig schwere Vorwürfe: Belgien wirft den Niederlanden vor, erste Hinweise über den Einsatz von Fipronil in Hühnerställen Ende 2016 nicht weitergegeben zu haben.

4 Kommentare

  1. Am Summer brauchen d’Press an d’Radioen esou “Affären”, well soss hätte se jo näischt ze verzielen.
    E “gringe Wollef”, dee bréngt net vill…

  2. MIeux vaut tard que jamais….also endlich bemüht sich die EU Kommission um dieses Angelegenheit die ja immerhin die Gesundheit von 15 Staaten in Europa angeht….und wo die EU Kommission total versagt hat.

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