Entlang des Flusses Wiltz sollen in den kommenden Jahren rund 1.000 neue Wohneinheiten sowie 450 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. 2018 sollen die Bauarbeiten voraussichtlich beginnen. Die ersten Bewohner könnten 2021 in das neue Viertel einziehen.

Ziel dieses Mammutprojekts ist es, eine Stadt der kurzen Wege zu schaffen. Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen ermöglicht werden, ohne dass die Bewohner auf ihr Auto zurückgreifen müssen. Zusätzlich werden eine neue Schule, ein Kindermuseum sowie ein Zentrum zur Kreislaufwirtschaft gebaut.

Sechs Brücken

Im Rahmen des „Wunne mat der Wooltz“-Projektes erfolgt auch eine Einteilung in verschiedene Shared-Space-Zonen. Die Fahrzeuge der Bewohner sollen auf Sammelparkplätzen abgestellt werden, damit die Straßen frei für Radfahrer und Fußgänger sind. Insgesamt soll es sechs Brücken über die Wiltz geben. Zwei sind für Fahrzeuge vorgesehen, die anderen vier für Fußgänger.

Am Bahnhof wird ein Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen entstehen. Des Weiteren wird das öffentliche Verkehrsnetz weiter ausgebaut. Der Busbahnhof am Lycée du Nord wird zum ersten Mal mit dem Zugbahnhof durch eine Straße verbunden. Der 63 Meter hohe Industrieschornstein der alten Lederfabrik im Zentrum des Areals bleibt bestehen und wird in einen Kletterpark umgewandelt.

Bindeglied

Darüber hinaus wird die Wiltz renaturalisiert und stärker in das Viertel miteingebunden. Neue Grünflächen runden das Gesamtpaket ab und sollen die Lebensqualität weiter erhöhen. Das 25,5 Hektar große Areal soll als Bindeglied zwischen Ober- und Unterwiltz dienen, zwei Panoramalifte werden die beiden Stadtteile miteinander verbinden.

Tageblatt/AH