12. Oktober 2014 16:54;Akt: 12.10.2014 17:38

Gegen die Blockade, für zwei Staaten

JEAN ASSELBORN üBER GAZA

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat an der Geberkonferenz zum Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo teilgenommen. Er sieht den Wiederaufbau als Chance, die Lage in der Region zu entspannen.

Jean Asselborn mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. (Bild: SIP)

Am Sonntag trafen sich Vertreter von Vereinigungen und Außenminister aus über 60 Ländern, um über den Aufbau des Gazastreifens zu debattieren und nach Lösungen für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu suchen. Israel hatte im Juli und August mehr als 5000 Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen, um den Raketenbeschuss der Hamas einzudämmen. Die militanten Palästinenser feuerten 4500 Raketen auf Israel ab. Mehr als 2100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis wurden in dem 50-tägigen Krieg getötet. 18000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt.

Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn betonte am Sonntag in Kairo, dass die Eskalation der Gewalt in Gaza das Resultat der humanitären Misere und der Blockade der Region durch Israel gewesen sei. Alle Provokationen müssten sofort enden, so Asselborn. Die palästinensische Bevölkerung verdiene es, in Würde und in Frieden zu leben. Asselborn forderte von Israel die sofortige Aufhebung der Blockade von Gaza.

Die Gelegenheit nutzen

Der Wiederaufbau der zerbombten Region sei eine gute Gelegenheit, eine Stadt zu schaffen, wo Palästinenser all das vorfinden, was sie zum Leben und für die wirtschaftliche Entwicklung brauchen, so der Luxemburger Minister. Er gebe auch Israel die Möglichkeit, ein neues System zu schaffen, das ihrem Sicherheitsbedürfnis Rechnung trägt, ohne die ganze Region zu isolieren.

Jean Asselborn rief die Palästinenser zur Einigkeit auf. Er sprach sich noch einmal mit Nachdruck für die Zweistaatenlösung aus. Nur so könne der Konflikt langfrstig gelöst werden. Er übte in diesem Zusammenhang heftige Kritik an den Siedlungsprojekten Israels in der Region. Die Schaffung von 2.610 Wohnungen in Givat HaMatos sei eine Bedrohung für die Zweistaatenlösung mit Jerusalem als Hauptstadt beider Länder, so Asselborn.

Asselborn bestätigte am Sonntag das Engagement Luxemburgs beim Wiederaufbau des Gazastreifens. Zwischen 2008 und 2010 habe Luxemburg 21 Millionen an humanitärer Hilfe für Palästina bereitgestellt, erinnerte der Minister. Seit 2008 wurde die Hilfe erhöht. Insgesamt wurden seit 2007 58 Millionen Euro für Hilfsprojekte in Palästina bereitgestellt. Zwei Drittel des Betrags floss nach Gaza. Während des Kriegs hatte das Großherzogtum 750.000 Euro an Direkhilfe an die im Gazastreifen aktiven NGOs überwiesen.

rh//Tageblatt.lu

  • Eric Boule am 13.10.2014 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts ist billiger als auf dieser Geberkonferenz fuer Gaza freigebig zu sein. Es wird sich herausstellen, dass die zugesagten Betraege sowieso nicht realisiert werden koennen, weil das Gebiet noch immer von Israel abgeriegelt wird. Hoffentlich bezahlt die EU jetzt nicht wieder allen angerichteten Schaden in Gaza selbst,s ondern zieht das von der Israelhilfe oder Subvention ab, um eine Schwelle fuer das naechste Mal zu bilden. Man kann auch israelische Waren extra belasten, bis zur Hoehe des Betrages. Die Hamasforderung, das die Abriegelung von den palestinensischen Gebieten von Israel endlich beendet.

    • Nicolas Rock am 13.10.2014 19:41 Report Diesen Beitrag melden

      Ich schliesse mich ihnen an. Gute Idee!

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  • Nicolas Rock am 12.10.2014 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Genau denn dote Courrage, nämlech är Meenung géint vents et marées ëffentlech op der Welttribühn ze soen mécht aus iech e grousse Politiker! Ongerechtegkeeten an Mënscherechter ginn hautdestags mat Féiss getrëppelt an dir hutt d'Gréisst fir dat unzeschwätzen, an deene Groussen op dëser Welt den Spigel virrun d'Aen ze halen. Här Asselborn ech versécheren iech mäin höchste Respekt!

    • BillieTH am 13.10.2014 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      aucun problème qu'il veut être courageux, mais pas avec nos impôts stp !!! 2 états bien sûr, Jeruzalem est comme capital, c'est une autre chose. ils peuvent qd même payer un pris pour avoir inventé le terrorisme dans les années 60-70.

    • Nicolas Rock am 13.10.2014 19:39 Report Diesen Beitrag melden

      @BillieTH Ce terrorisme est bien plus vieux que vous ne l'imaginez! Hitler a traité les maquisards de terroristes. Sans rentrer dans les détails, je vous prie de rechercher le nom de "Hagganah" chez Googel. Ceci répondra à vos affirmations qui a inventé le terrorisme! De plus il s'avère bien plus cher d'entretenir un conflit que de le régler. Et m. Asselborn plaide pour un règlement impartial du conflit Israelo-Palestinien et une grande partie du monde est du même avis que lui, et je me joins à cette idée.

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  • Zahlemeister am 12.10.2014 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nëmme Richteg, Israel bommt alles futti an déi aner bezuelen de Wiederaufbau. Déi nächst Steiererhéijung kënnt bestemmt.