Mehr als 60 Teilnehmer nahmen am Samstagmorgen im Escher Rathaus an vier Ateliers mit unterschiedlichen Themen zum Schwerpunkt Integration teil.

Von unserem Korrespondenten Paul Huybrechts

Organisiert wurden die „Assises de l’intégration“ von der Gemeinde sowie der Chancengleichheits- und Integrationskommission. Abgerundet wurde der arbeitsintensive und ideenreiche Samstagmorgen mit einem kulinarischen Fest, wo Spezialitäten aus 20 Ländern auf den Tisch kamen.

Integration ist für Esch, einer von Einwanderung geprägten Stadt, ein großes und wichtiges Thema. Es geht darum, die Immigranten so gut wie möglich zu integrieren.
Der Workshop, der an diesem Wochenende angeboten wurde, war eine Folge der letzten „Assises“, wo der kommunale Integrationsplan angenommen wurde. Es gebe zwei philosophische Herangehensweisen an das Thema Integration, so Schöffe Pim Knaff: zum einen die Assimilation mit Angleichen von Sprache und Nationalität und zum anderen ein multikultureller Ansatz mit doppelter Nationalität und dem Erhalt des Bezuges zum Herkunftsland.

Integration durch Sport

In Esch wird auf verschiedenen Ebenen gearbeitet, es werden Sprachkurse angeboten, Vereine und Kultur spielen eine wichtige Rolle bei der Integration. Außerdem wird versucht, ausländische Mitbürger für eine aktive politische Beteiligung zu motivieren.
Im ersten Atelier ging es um den sozialen Mix innerhalb der Escher Bevölkerung. Festgestellt wurde, dass ausländische Mitbürger aufgrund der Sprachbarrieren viel zu selten von Einrichtungen wie dem Seniorenclub „Mosaïque Club“ profitieren.

Im Bereich „Integration durch Sport“ möchte man indes gezielt die Integration von ausländischen Frauen mit dem „Programme de sport interculturel pour femmes“ fördern.
Im zweiten Atelier hieß es: „Lasst uns gemeinsam kochen.“ Eine gesellige Begegnung und ein kultureller Austausch in entspannter Atmosphäre sind hier die Zielsetzung. Weitere Schwerpunkte von diesem Atelier waren Sprachbarrieren, Hausaufgabenhilfe und Internetstube.

Generationsübergreifender Dialog

Im dritten Atelier ging es um die Frage: „Wie war Europa, als du zwanzig warst?“ Ein generationsübergreifender Dialog ermöglicht, einander besser kennenzulernen und zu verstehen. Weitere Anliegen dieses Ateliers war das Einschreiben ausländischer Mitbürger auf den Wählerlisten für Kommunal- und Europawahlen. Beim vierten Atelier stand die Verbreitung von Informationen für Senioren und Personen mit spezifischen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Hier gibt es seit 2018 die Facebook-Seite „Escher BiBSS“.

Nach der Vorstellung der Ergebnisse der verschiedenen Ateliers und den Schlussworten ging es zum gemeinsamen Mittagessen im Festzelt auf dem Rathausplatz. Bei der dortigen „Fête culinaire internationale“ gab es kulinarische Spezialitäten aus 20 Ländern zu kosten.
Vertreten waren unter anderem Portugal, Syrien, Peru und Frankreich. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der „Assises de l’intégration“ soll in Form einer Broschüre veröffentlich werden.

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