AKW Cattenom

05. März 2012 11:12; Akt: 05.03.2012 16:15 Print

Regierungen fordern SondergipfelRegierungen fordern Sondergipfel

LUXEMBURG - Cattenom darf weiter am Netz bleiben. Das ist das Ergebnis einer externen Expertengruppe, die den Stresstest der Atomanlage geprüft hat. Luxemburg und Deutschland fordern einen Sondergipfel zu Cattenom.

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Muss nachgerüstet werden, kann aber am Netz bleiben, so die deutsch-luxemburgischen Experten. (Bild: Marco Pompermaier)

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Experten aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg sind keineswegs vom Atomkraftwerk Cattenom überzeugt, dennoch geben sie Entwarnung. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Dieter Majer hat die Ergebnisse des Stresstests, der von der französischen Atomaussicht durchgeführt worden war, näher geprüft. Die deutsch-luxemburgischen Prüfer beanstanden eine Reihe von Mängel, fanden aber nichts was eine sofortige Schließung erfordern würde, hieß es Montagmorgen anläßlich einer Pressekonferenz. Die Kommission fordert jedoch verbindliche Fristen für Nachrüstungen an der Anlage. Sie stellte am Montag die Endfassung ihres Berichts vor.

Majer würde als Experte der Aufsicht nach deutschen Standards die Schulnote 4 (durchgefallen) vergeben und bis zur Nachrüstung die zweitweilige Schließung fordern, sagte er.

Der deutsche Ingenieur kritisierte vor allem das Fehlen eines anlagenübergreifendes Sicherheitskonzeptes. Im Fall von Problemen an mehreren Reaktorblöcken würde das zu einer ähnlichen Entwicklung wie in Fukushima führen. Für den Experten stellt sich zwar nicht die Frage der Unabhängigkeit der französischen Atomaufsicht ASN, wohl aber die, warum ein technischer Mangel unterschiedlich bewertet werde.

Zwischenbericht

Bereits im November 2011 hatte Dieter Majer, zuständiger Ingenieur für Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg beim AKW-Stresstest in Cattenom gesagt, dass der technische Zustand des Kraftwerkes zu wünschen übrig ließe. In dem Zwischenbericht war damals kritisiert worden, dass mögliche Folgen von Flugzeugunfällen auf der Atomanlage im Stresstest nicht berücksichtigt worden seien.

Nach der Reaktorkatastrophe vor einem Jahr in Fukushima hatte die EU allen europäischen Anlagen sogenannte Stresstests vorgeschrieben. Durchgeführt wurden sie von den jeweiligen nationalen Atomaufsichtsbehörden.

Sondergipfel

Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg fordern einen Sondergipfel mit Frankreich zum Thema AKW Cattenom. Er sollte noch vor Sommer stattfinden. Teilnehmen sollte auch auch die EDF.

Majer zufolge könne ein Stresstest keine Antwort im Sinne von Ja oder Nein zu einer Atomanlage geben. Diese Antwort falle der Politik zu. Für die zwei deutschen Bundesländer und Luxemburg könne die Antwort nur die Schließung der Anlage in Cattenom sein.

In einer gemeinsamen Stellungnahme betonen die drei Regierungen, dass auch nach dem Stresstest ein Restrisiko bleibe. Sie fordern mehr Sicherheit vom Betreiber, auch wenn es eine absolute Sicherheit für einen Reaktor und im Fall von Cattenom für rund 11 Millionen Menschen nicht geben kann.

(lm/Tageblatt.lu)

  • Heng Bruch am 06.03.2012 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    ...a mat waat sollen dann di vill Elektroautoen furen di denächst op eise Stroossen massiv rullen sollen, hä ?

  • marcel verquin am 05.03.2012 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    La chaise vide est une méthode courante ,parlez leur de sûreté , des photos serons plus parlantes . VOIR fusco.html --- liste des accidents nucléaires

  • E.L. Bernays am 05.03.2012 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    "... auch wenn es eine absolute Sicherheit für einen (Atom-)Reaktor und im Fall von Cattenom für rund 11 Millionen Menschen nicht geben kann." Was sind schon 11 MillionenMenschen? 1Million € Gewinn am Tag pro Atomanlage(ARD,ZDF), da kann man sich schon eher etwas darunter vorstellen. Eine weitere" zu vernachlässigende Grösse"? Altes "Aufklärungsvideo: Duck and Cover" ist im Internet zu finden ;) Das Leben ist Schön :)