Neue Steuer in Trier
27. Juni 2012 12:43; Akt: 27.06.2012 13:07 Print
Sex-Anbieter, an die Kasse bitte
TRIER – Die älteste Stadt Deutschlands verstärkt den Kampf gegen den Sex-Tourismus. Sie will eine sogenannte „Sex-Steuer“ einführen.
Prostituierte sollen in Trier zur Kasse gebeten werden. (Bild: dpa)
Der Bürgermeister von Trier, Klaus Jensen, will am Donnerstag vom Stadtrat eine neue Abgabe für Prostituierte absegnen lassen. Bisher hatte die Gemeindeführung immer eine solche Steuer abgelehnt. Aber der Oberbürgermeister gibt nicht auf. Er argumentiert unter anderem, dass die „Sex-Steuer“ etwa 87.000 Euro pro Jahr in die Stadtkassen spült. Trier sei auch nicht die erste Stadt, die eine solche Abgabe einführt. Sie existiert in der Großregion schon seit 2011 in Bitburg und Wittlich. In Wittlich zahlen die Bordellbetreiber 1,50 Euro pro Arbeitstag und zehn Quadratmeter „Arbeitsfläche“, in Bitburg werden zwei Euro erhoben. Die Sexarbeiter müssen in Wittlich des Weiteren fünf Euro in die Gemeindekasse zahlen.
Ziel der Abgabe sei es aber, die Freier zu treffen, heißt es aus dem Stadthaus. Denn die Abgabe könnte durch höhere Preise von den Prostituierten wieder eingenommen werden.
Vier von sechs Betrieben zahlen schon
In Trier ist geplant, für Bars, Bordelle und Swingerklubs eine Gebühr von 1,50 Euro pro Quadratmeter zu erheben. Im Augenblick wurden sechs Betrieben Konzessionen für die „gezielte Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen“ erteilt, heißt es im „Trierischen Volksfreund“. Jedoch seien nur zwei dieser Betriebe von dieser Abgabe betroffen, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung. Sie würden etwa 9.000 Euro in die Stadtkasse zahlen. Die übrigen würden schon eine sogenannte „Vergnügungssteuer“ errichten. Bei Striptease-Darbietungen, bei Variété- und Revue-Auftritten sowie der Vorführung von Pornos müssen 20 Prozent der Eintrittsgelder an die Stadt abgegeben werden. Der Rest der 87.000 Euro, die jährlich eingetrieben werden sollen, stammt von den Straßenprostituierten.
Um die neue Steuer von den etwa 50 Prostituierten und den zwei Bordellen einzutreiben, ist die Einstellung eines speziellen „Kontrolleurs“ geplant. Er soll in den Bars und Klubs Kontrollen durchführen. Er soll ebenfalls Prostituierte ausfindig machen, die ihren Beruf in Hotels, Wohnwagen oder Wohnungen ausüben. Dieser Mitarbeiter kostet die Stadt 32.000 Euro. Bliebe also ein „Gewinn“ aus der Vergnügungssteuer von 55.000 Euro.
(Tageblatt.lu)


















Veröffentlicht Ihr nicht :P
Mal abgesehen von der abzusehenden buchhalterischen Fehlleistung kann man also sagen, dass die Trierer Stadtväter sich zukünftig als Zuhälter betätigen wollen. Vielleicht wäre so eine Art pauschale GEMA-Vergnügungs-Zwangssteuer für jeden Einwohner ja auch eine Idee: W*chsen tut doch eh jede(r), und wer nicht, der/die kann ja dann das Gegenteil beweisen :)
Staatlich-kommunaler Diebstahl
@ Slow hand: Zuhälter ist richtig ! "Ziel der Abgabe sei es aber, die Freier zu treffen" steht im Bericht. Die Huren sollen dann einfach bei den Freiern mehr abzocken und dieses Geld 1:1 an die Gemeinde abliefern, selbstverständlich ohne Kommission und Gegenleistung. Vermutlich werden Kameras und Wanzen in den Zimmern eingebaut, damit die Zahl der G.-Akte auch lückenlos erfasst wird. Und als Kontrolleur wird ein Eunuch eingestellt, damit er auch unbestechlich ist. Nonnen gibt es ja fast keine mehr, die wären ideal.
@slow tremble hand
Mit Kameras und Wanzen könnte es aber Probleme geben wegen des Datenschutzes. Eine FwSt - analog der MwSt - wäre da die diskretere Lösung. Was Eunuchen angeht, so waren die historisch gesehen durchaus schon immer bestechlich ... man(n) musste das Problem bloss von der richtigen Seite angehen
8,666 Euro Brutto
Net schlecht dee Beruff. Also do kritt een 2.666 Euro Pei pro Mount + all Dag eng Gratisnummer à 200 Euro = 8,666 Euro (Mir all kréie jo och op onser Aarbecht eng gratis Taass Kaffi) . Ech fueren elo Muer ob Tréier a stelle mech fir.
Hongerloun
An Däitschland 2.666€ brutto Pei = 1.550€ netto. Dofir géing ech moies net opstoen. Avis aux amateurs !
Oh wie blond!
Der Dummheit der Stadtväter sind keine Grenzen gesetzt. Eine Lüge ist es auch, dass der geplante "Kontrolleur" die Stadt "nur" 32.000€ kosten soll? Das wären 2.666€ im Monat. Dafür fegt in Luxemburg niemand die Strasse. Dieser Mann muss ein Büro haben, ein Dienstauto und ein gewisses Spesenkonto, wenn er in Bars und Klubs kontrollieren soll. Auch wäre es von Vorteil, wenn diese Kontrolleure mindestens zu zweit auftreten könnten. Einer allein könnte sich sonst im Milieu mal eine blutige Nase holen. Alles in allem wird diese "neue" Steuer dann durch Unkosten aufgefressen.