In Zukunft sollen neue Sicherheitsstandards Investitionen in Start-ups sicherer machen. Um diese zu entwickeln, hat VNX Exchange, eine luxemburgische Handelsplattform für digitale Venture-Capital-Anlagen, mit der Universität Luxemburg eine Partnerschaft vereinbart.

Investitionen in Start-ups sind immer mit einem hohen Risiko für die Geldgeber verbunden. Auch wenn der weltweite Venture-Capital-Markt aktuell auf rund 1.000 Milliarden Dollar beziffert wird, schien das Interesse der Anleger in den vergangenen Jahren eher verhalten zu sein. Die Gründe: mangelnde Liquidität und hohe Eintrittshürden. Ehe die Investoren in Risikokapital-Fonds ihre Anlagen zurückbekommen, vergehen im Durchschnitt zehn bis zwölf Jahre.

Standards für Netzwerksicherheit

Blockchain, die Technik, die Kryptowährungen zugrunde liegt, hat das Potenzial, diesen Markt zu revolutionieren. VNX-Exchange-Gründer Alexander Tkachenko sieht darin eine ebenso revolutionäre Neuerung wie das Internet an sich oder das Smartphone.

Ziel der Handelsplattform ist es, die Liquidität in dieser Branche zu erhöhen und gleichzeitig die Risikostreuung bei Frühphaseninvestitionen zu verbessern. So sollen mehr Anleger Zugang zu vielversprechenden Start-ups erhalten und diese Anteile auch schnell wieder verkaufen.

Doch es gibt noch einen Haken. Die sichere Verwahrung von Vermögenswerten, seien es Bitcoins oder Anteile an Unternehmen, ist nicht garantiert.

Schutz vor Hackern, Einhaltung von Gesetzen

„Allgemein gesagt müssen wir auf zwei Aspekte abzielen: den Schutz vor Kriminellen, die versuchen könnten, das System zu hacken, um Geld oder Informationen zu stehlen, und die garantierte Einhaltung von Gesetzen für die Geldwäschebekämpfung“, erklärte Dr. Radu State, Experte für Netzwerksicherheit am SnT – Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust der Universität Luxemburg.

„Das SnT befasst sich schon seit Langem mit dieser Technik und konnte einen großen Wissensschatz aufbauen“, so Alexander Tkachenko gegenüber dem Tageblatt. „Für uns macht es Sinn, auf dieses Wissen zugreifen zu können. Wir erwarten, dass die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit zu einer Senkung der weltweiten Sicherheitsausgaben um bis zu 50 Prozent gegenüber den aktuellen Prognosen führen werden.“

Die Partnerschaft hätte Vorteile für beide beteiligten Parteien. „Durch die Unterstützung des SnT können wir die Standards für Netzwerksicherheit schneller entwickeln“, so Tkachenko. Den Forschern an der Universität Luxemburg biete die Zusammenarbeit die Möglichkeit, ihr Wissen im „realen Leben“ anwenden zu können.

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