In der zweiten Jahreshälfte 2018 wurden 262.000 gefälschte Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen. Das meldet die Europäische Zentralbank. Die 20- und 50-Euro-Noten seien bei den Fälschern besonders beliebt.

Derzeit befinden sich rund 22 Milliarden Euro-Banknoten mit einem Gesamtwert von rund 1,2 Billionen Euro im Umlauf. In der zweiten Jahreshälfte 2018 wurden 262.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen, meldete gestern die Zentralbank. „In Luxemburg sind es rund 1.000 falsche Scheine pro Jahr“, erklärte ein Sprecher der Zentralbank von Luxemburg (BCL).

„Eine Fälschung zu erhalten, ist sehr unwahrscheinlich, denn gemessen an der Zahl echter umlaufender Euro-Banknoten ist der Falschnotenanteil weiterhin äußerst gering“, so die Pressemitteilung.

Baumwolle

Die Zahl der Blüten ist nicht nur besonders gering, sie ist zudem auch noch rückläufig. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 und dem zweiten Halbjahr 2017 entspricht das einem Rückgang von 13 bzw. 27,8 Prozent. Bei den Fälschern besonders beliebt sind die 20- und 50-Euro-Noten. Über 80 Prozent aller Fälschungen sollen auf diese beiden Stückelungen entfallen. Dies hängt damit zusammen, dass diese weniger oft auf Echtheit kontrolliert werden als die 100- oder 200-Euro-Scheine.

Die Zentralbank rät dann auch dazu, beim Entgegennehmen von Geldscheinen besonders wachsam zu sein. „Fühlen, sehen, kippen“ nennt man die Vorgehensweise, wie man Blüten erkennen kann.

Echte Banknoten bestehen aus Baumwolle. Diese fühlt sich anders an als Papiernoten. „Erhalten Sie eine Banknote, die Ihnen verdächtig erscheint, so vergleichen Sie diese direkt mit einem Geldschein, von dem mit Sicherheit feststeht, dass er echt ist“, so die Zentralbank. Die fünf Abkürzungen für die Europäische Zentralbank „BCE ECB EZB EKT EKP“ sind auf den Scheinen eingestanzt. Auch dies kann man erfühlen – falls nicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, auf einen falschen Schein gestoßen zu sein. In echten Banknoten befinden sich zudem ein Wasserzeichen und ein Sicherheitsfaden, die man bei genauem Hinsehen erkennt.

Beim Kippen jeder Banknote sieht man auf der Vorderseite rechts ein Hologramm. Bei neueren Scheinen prangt auf der Vorderseite die Smaragdzahl, die ihre Farbe je nach Lichteinfall ändert.

Falls sich der Verdacht nach der Prüfung erhärtet, muss der angebliche Geldschein an die Polizei übergeben werden, so der Sprecher. Für den Gegenwert erhält man auch keine Erstattung. Wenn man versucht, den falschen Schein weiter in Umlauf zu bringen, macht man sich strafbar.

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