Wie es der Brauch vorsieht, hat das großherzogliche Paar am Vorabend des Nationalfeiertags eine Ortschaft des Landes besucht. Dieses Jahr reisten Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa nach Fels, wo sie von den Menschen mit einem Meer aus Luxemburg-Fahnen empfangen wurden.

Die Gemeinde präsentierte sich freundlich, weltoffen – und bunt. Zu Recht, denn mehr als 60 Prozent der Einwohner der Gemeinde besitzen nicht den luxemburgischen Pass. Somit hat Fels einen der höchsten Ausländeranteile in Luxemburg und gilt als Paradebeispiel für ein friedliches Miteinander.

Die engen Straßen rund um die Burg Fels hatten sich bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen lange Zeit vor der Ankunft des großherzoglichen Paares bestens gefüllt. Pünktlich um 18 Uhr fuhr die dunkle Limousine mit der Krone auf dem Kennzeichen vor, wo der Großherzog und die Großherzogin von Bürgermeisterin Natalie Silva sowie den zahlreichen Ehrengästen empfangen wurden.

Eintragung ins goldene Buch der Gemeinde

Nachdem sich das großherzogliche Paar ins goldene Buch der Gemeinde eingetragen hatte, erhielten die Gäste von Pierre Wies, Ehrenbürgermeister von Fels und Präsident von “Amis du vieux Larochette”, sowie Paul Ewen, Präsident der “Amis du château de Larochette”, einen Einblick in die lange Geschichte der Burg sowie der Gemeinde. Den Sprung von der Vergangenheit in die Gegenwart unternahm das örtliche Jugendhaus. Gabrielle Kox, die Leiterin des Jugendhauses, stellte kurz die zahlreichen Aktivitäten vor, bevor sich das großherzogliche Paar sein eigenes Bild machen und sich kurz mit den Jugendlichen unterhalten konnte.

Vor dem alten Waschhaus führten die Schüler der Grundschule ein kurzes Theaterstück vor, was sehr gut bei den royalen Gästen ankam, bevor sich der offizielle “Cortège”, angeführt von der lokalen Feuerwehr und der “Société philharmonique de Larochette”, zur place “Bleech” begab, wo das offizielle Volksfest stattfand.

Ein Hoch auf die Schmalspurbahn

Der Chor “Sängerfrënn de Larochette” ließ es sich bei dieser Gelegenheit nicht nehmen, voller Stolz das Lied “De Feelser Jangli” zu singen. Hierin wird die Schmalspurbahn, die zwischen Cruchten und Fels hin- und herfuhr, besungen. “De Feelser Jangli” war von 1882 bis 1945 in Betrieb.

Nach dem offiziellen Rahmenprogramm mischte sich das großherzogliche Paar unter die Besucher und unterhielt sich mit ihnen. Gegen 19.40 Uhr verließ es Fels in Richtung Hauptstadt.

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