Luxemburg, 14 Uhr: Die Wahlbüros sind geschlossen. Seit 8 Uhr am Sonntagmorgen strömten die Bürger in die Kabinen, um über ein neues Parlament zu entscheiden, aus dem wiederum eine Regierung hervorgehen wird. 258.209 Wähler waren bei diesen Wahlen eingeschrieben. Die Wahlhelfer in den 679 Büros machen sich nun an die Arbeit und fangen mit der Auszählung an. Bei diesen Wahlen werden die Resultate etwas früher als sonst erwartet, weil das zentrale Wahlbüro des Staates beschlossen hat, die Listenstimmen zu veröffentlichen, sobald sie ausgezählt sind. Später folgen dann die Stimmen, die auf einzelne Kandidaten verteilt wurden.

Kleinere Bezirke wie der Osten (7 Abgeordnetenmandate) und der Norden (9 Abgeordnetenmandate) werden wohl schneller ausgezählt sein. Im frühen Abend werden dann Zentrum (21 Abgeordnetenmandate) und Süden (23 Abgeordnetenmandate) folgen.

Nicht nur die Bürger, sondern auch die Politiker selbst sind zur Wahl geschritten. Auch der ehemalige Großherzog Jean und das erbgroßherzogliche Paar haben gewählt. Großherzog Henri und seine Gattin wählen nicht. Laut Verfassung könnten sie zwar wählen, tun es aber nicht, weil man ihnen dann vorwerfen könnte, befangen zu sein. Der luxemburgische Monarch wird in den Tagen nach der Wahl den Regierungsbilder ernennen.

1 Kommentar

  1. Nun sind die Wahlen zu Ende und mehr als 250000 Einwohner unseres Landes konnten ihre Stimme abgeben. Leider galt dies nicht für mich. Ich lebe nun seit 12 Jahren in Luxemburg bin verheiratet und habe mir mit meiner Frau ein Haus gebaut. Zu den Kommunalwahlen bekam ich wie auch meine Frau das Einberufungsschreiben für diese Wahl und ich konnte meine Stimme abgeben. Dazu sollte noch erwähnt sein, dass wenn man dem nicht Folge leistet man mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen muss. War aber nicht nötig da ich meinem Recht zu wählen gerne Nachkomme. Dies galt bis heute Mittag auch für die Parlamentswahl- aber Pustekuchen – ich musste feststellen das ich garnicht wählen darf. Nun fragt man sich schon warum ich zur Kommunalwahl mit einem Einberufungsschreiben bestellt werde mit strafrechtlichen Konsequenzen bei nicht erfolgen der Stimmabgabe aber bei der Parlamentswahl mein Stimmrecht außen vor bleibt. Hier sollte sich das neue Parlament doch mal fragen warum man mit zweierlei Maß misst und Bewohner Luxemburg‘s um ihr demokratisches Recht gebracht werden. Sei mal dahingestellt das ich noch keinen Létzeburgischen Pass besitze. Zur Kommunalwahl hatte ich auch keinen. Letztlich bin ich nur Enttäuscht über die Tatsache dass keine Konsequente Entscheidung zu Gunsten des Wahlberechtigten existiert. Nachdem ich zumal meinen Sproochecuors fertig habe und nur auf ein Termin für meng Prüfung bum INL warte fir d‘Staatsbürgerschaft. Und ganz konkret zur Wahl – mit der bisherigen Regierung wird sich wohl auch nichts ändern.
    Schéin Dag Uwe

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