Aufnahmen von Auto-Minikameras können in Deutschland bei Unfällen als Beweis vor Gericht verwendet werden. Dies entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Die Aufnahmen von sogenannten Dashcams dürfen demnnach bei Unfall-Prozessen genutzt werden. Das heißt aber nicht, dass man automatisch immer filmen darf. Die Richter verwiesen auf das Datenschutzgesetz. Das permante Aufzeichnen bleibt nach wie vor unzulässig. Diese Unzulässigkeit führt aber nicht dazu, dass die Bilder in Zivilprozessen nicht verwertet werden dürfen. Es sei immer eine Frage der Abwägung im Einzelfall.

Damit hatte die Revision eines Autofahrers aus Sachsen-Anhalt Erfolg. Er wollte seine Unschuld an einem Unfall in Magdeburg anhand der Aufzeichnungen seiner Dashcam beweisen – doch weder das Amts- noch das Landgericht berücksichtigten diese. Da solche Aufnahmen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstießen, dürften sie nicht als Beweis herangezogen werden, hatten die Magdeburger Richter argumentiert. Der BGH sah dies nun anders.

Der Ausgang des Verfahrens wurde von Verkehrsexperten mit Spannung erwartet. Die Rechtslage war bis jetzt unklar, die Gerichte hatten bislang unterschiedlich zum Einsatz der Dashcam-Aufzeichnungen geurteilt.

9 Kommentare

  1. Ob a wéi wäit eng dashcam als “Zeien” nëtzlech as gesäit een op youtube: “dashcams” agin, oder “road rage” + numm vun engem Land. Vu Summerpneu-Fans am Wanter bestinn och flott Filmercher. – ‘à voir absolument’

  2. Firwat soll een Auto kee “Fahrtenschreiber” hunn, de bei Onfäll däerf ausgewäert ginn. Dat géif vill Rätselen erliichteren. Wann eng Dashcam do derbäi wier, ëmsou besser.

  3. Gudd gemaach Daitschland. Et géif och emol Zait gin vir d’Onboard-Kamera’en hei a Lëtzebuerg ze erlaaben. Mär sin erem é vun de Schlussliichter hei an der EU. D’Opklärung vu verschidden Onfäll géif domât vill schneller viru goën.

  4. Es gibt Dashcams auf dem Markt die mit einem Beschleunigungssensor ausgestattet sind. Diese nehmen immer nur kurze Sequenzen auf die nach ca. 1 Minute automatisch überschrieben werden. Nur wenn ein Unfall passiert wird die Aufnahme zur späteren Auswertung gespeichert. Theoretisch sollte solch eine Dashcam auch in Luxemburg erlaubt sein. Leider müsste man sich aber darauf einstellen im Falle einer Bestrafung die Rechtslage von den Gerichten klären zu lassen, was bekannterweise sehr zeit- und kostenintensiv ist.
    Ich habe schon öfter überlegt das Risiko einzugehen, besonders um Fahrerflucht anzeigen zu können wenn der Wagen auf dem Parkplatz beschädigt wird. Die Beschleunigungssensoren funktionieren tadellos so dass sogar kleinere “Parkrempler” zuverlässig erkannt werden.

    • Schued, muss leider sichen wou een dat ka kréien.
      Een Unhaltspunkt wir flott gewiescht.
      Gët direct kaaft an agebaut.
      Kenne jo d’Konsequenzen.

    • Ganz menger Meenung .
      Am oeffentlechen Raum kann een Alles filmen an Photographei’eren, mee,
      mee et duerf een et net veroeffentlegen (YouTube, Internet) a.s.w.

      Eng Dashcam ass jo nemmen een mi modernen Fahrteschreiwer.
      An wann d’Stroosserauwdi’en wessen dat se gefilmt ginn, an vlaicht der Police gemellt, dan hellt dat agressivt rennen ob eisen Stroossen och op.

  5. Bei verschiddenen Deitschen Versandheiser kritt een esou éng Dashcam ze kaafen. Wat wichteg wir dass se zu Lëtz. zougelooss wir. Ween ass dann deen Eischten fir esou éng Pétitioun anzerechen? Da gesin mer jo. Et ass z.B. schon en Probleem fir eis Police dermat auszestatten. Bei den Merikaner huet jidder Police esou éng Cam op der Schëller, an am Auto. Wëll do muss een alles noweisen. Weini därfen mir dat och?

  6. 60% vun de Foussgänger hunn hir ‘Handy-‘dashcam’ am Grapp, an d’Autofuerer hunn datselwecht Recht, wéi den Här oder d’Madamm Ganser scho ganz richteg ugemierkt huet.

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