Die ehemalige EU-Abgeordnete Astrid Lulling scheint bei ihrer Partei, der CSV, gerade nicht sehr hoch im Kurs zu stehen. Vor ein paar Tagen veröffentliche sie einen Meinungsbeitrag auf RTL. “Hört auf, ältere Menschen zu diskriminieren”, forderte sie und erzählte, wie ältere Menschen in Luxemburg immer wieder zu kurz kommen. “Auch mir ist das schon passiert”, meint sie. Der problematische Teil ihres Meinungsbeitrags befindet sich allerdings ganz am Ende: “Die Parteien geben an, wenn das Durchschnittsalter ihrer Kandidaten möglichst niedrig ist.” Heute erlebe sie, dass Studenten, die ihr Studium gerade abgeschlossen haben, kandidieren und ohne jegliche Berufserfahrung das Land mitregieren wollen.

Der Meinungsbeitrag kam bei ihrer Partei überhaupt nicht gut an. Am Dienstagabend fand in Esch der Kongress des CSV-Südbezirks statt. Christian Weis, Redner und junger CSV-Politiker, attackierte Lulling, ohne sie namentlich zu nennen. Die CSV müsse zusammenarbeiten. “Jetzt und vor allem nach dem, was ich bei RTL gehört habe”, so Weis. CSV-Generalsekretär Laurent Zeimet stellte sich auf die Seite der CSJ. Er lobte die jungen Politiker für ihren Einsatz in der Partei und kritisierte Lulling – wieder, ohne sie namentlich zu nennen – wegen ihrer Aussagen.

Nun hat auch CSJ-Vizepräsident Alex Donnersbach auf die Kritik von Lulling geantwortet. “Auch wir entscheiden mit”, meinte er. “Wir haben unsere Ansichten, wir haben eine Stimme und wir haben keine Angst, sie zu benutzen”, sagte Donnersbach an die CSV-Politikerin gerichtet. Politik gehe alle etwas an: “Mit den Konsequenzen von verschiedenen Entscheidungen, die heute oder morgen getroffen werden, werden wir jungen Menschen noch lange leben müssen.” Als Bürger und Student sei man deswegen voll berechtigt, über die eigene Zukunft mitzureden und zu entscheiden.

14 Kommentare

  1. Nun man mag von Frau Lullingen halten was man will, allerdings in Punkto ” Diskriminierung älterer Menschen ” kann ich der Frau nur beipflichten. Wer die Politik , die Kommentare in den Foren verfolgt , dem fällt auf , dass immer mehr der ältere Mensch zum Zweiklassenmensch degradiert wird.Einerseits hat diese Regierung am Anfang ihrer Legislaturperiode ältere Menschen um einige ihrer sozialen Errungenschaften (Abschaffung Gratis Öffentlicher Transport im Gegensatz zur Schaffung der Gratisbetreuung der Kinder usw. für junge Familien. Ohne eigenen PKW ,sind für mich 100€ eine erhebliche Summe an Geld für den Öffentlichen Transport) beschnitten, andererseits hat sie während ihrer Amtszeit nur Verschlechterungen bei Kranken-, Pflegevorsorge gebracht, Erhöhung der Bankgebühren, Schliessung von Post-, Bankschaltern, Erhöhung der Parkgebühren in Krankenhäusern, die Digitalisierung der Dienstleistungen des Staates die viele Senioren ins Abseits setzt, immer mehr Eigenleistungen bei Medikamenten,………Auch eine Rentenerhöhung aller Renten, in Bezug zur Steigerung der Lebenserhaltungskosten , wäre vielleicht angebracht gewesen. Als älterer Mensch fühle ich mich in dieser Gesellschaft ausgeschlossen, aufs Abstellgleis geschoben zum Sterben. Wie in der Werbung es zählt nur das Jugendliche, das Junggebliebene, der Respekt zum Alter ging merklich verloren.Einziger Trost , die heutige Jugend wird auch älter , dann trifft sie das gleiche Schicksal oder noch härter.

    • An diesem Teil ihres Einwurfs stößt sich auch niemand. Die Kritik dreht sich um folgenden Satz:

      “Haut erliewen ech, dass Studenten, déi knapps fäerdeg sinn, Kandidat a gewielt wëlle ginn. Obscho se null Erfarung am Beruffsliewen hunn, wëlle se d’Land mat regéieren.”

      Ihre unterläuft genau das, was Sie kritisiert: Sie diskriminiert einen Teil der Bevölkerung und stellt in Frage ob er am politischen Gestalltungsprozess teilhaben darf.

      • Mich stört die Jugend in der Politik nicht, im Beruf ist jeder lernfähig, aber es stört mich immer mehr als “Aalen” ins Abseits gedrängt zu werden.

  2. Déi Madame do huet gudd kritiséieren, hir ass nach ëmmer blendend gaang,
    als Politikerin nëtt vill gelèscht,Teschen geföllt, esou wéi hir Kumpanen alleguer,
    an dann Rotschléi ausdeelen, w..e.g haalt dach nëmmen op domadder.

    • Dir hut ganz recht.Die am Pensiounsalter sollen vun hirer Freizeit profiteieren,well et wees een nie weini dat Schluss as.
      An dei Aal do hun Täschen esou voll Moneten,do könne mir just derfun drämen.

      • Aha, meinen Sie wirklich alle Alten hätten die Taschen voller Geld? Wenn Sie mal in Rente sind , werden Sie sehr schnell merken, dass Ihre Rente ,nach Abzug aller Lebenserhaltungskosten, nicht viel mehr für die Freizeit hergibt.” Net jiddfer Aalen kann op d’Paischtcroisiere goen.”

        • Also wann déi momentan Pensionnairen net iwwert Ronne kommen, da gellt fiir mech déi eenzeg Ausried, dass ee net kaaf huet, mee Loyer bezillt. Gidd mol an Däitschland nierfdru kucken, wat déi vu Rent kréien. Hei kennen sech aal Fabrikarbeschter Benze leeschten, doiwwer mussen se zum Deel rem mat schaffen ufänken. W.e.g ennerschätzt net wéi gutt der et hutt.

        • Ich habe geschrieben(dei Aal do)gemeint waren solche Leute wie Frau Lulling.Also!Ich habe meine Rente und bin zufrieden.Kann mir schon einige Mal im Jahr Ferien leisten.Es muss ja keine Kreuzfahrt sein,würde ich nicht vertragen,den ganzen Quatsch.
          Camping ist auch sehr schön….

        • Wann een eng kleng Rent huet, wat mécht een dann hei am deierste Land vun der Welt? Do ginn et Plaze wou besser Wierder ass an niddrege Loyer a bëllegt a gutt iessen.

  3. Demno muss ee fiir d’éischt en Arbeschtssklav ginn(= 0 Fräizäit) iir een politesch aktiv gett laut deser Fra? Politik liewt vu Leit mat neien Iddien, déi ee virun allem kritt, wann een am Schüler/Studenteliewen nach bessen Fräizäit huet an Zäit huet iwwert Gesellschaft an eise Modell ze iwwerleen, Zäit huet Bicher ze liesen, Zäit huet Reesen ze maachen, Zäit huet eppes anescht wéi Stau an säin Cubicle ze gesinn de ganze léiwen Daag lang.

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