Bewegungsmangel wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als viertwichtigster Risikofaktor an gesehen, der zum Tod führt. In diesem Sinn hat sich die Vereinigung in ihrem Aktionsplan gegen nicht ansteckende Krankheiten bis 2025 das Ziel gesetzt, die körperliche Inaktivität um 10 Prozent zu reduzieren.  

Die Organisation empfiehlt allen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren während der Woche mindestens 150 Minuten „d’activité d’endurance d’intensité modérée“ oder 75 Minuten anstrengenderes Ausdauertraining. Möglich ist auch eine Mischung aus beiden.

Physische Aktivität sei in jedem Alter wohltuend und schütze nicht nur vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern helfe älteren Menschen auch dabei, die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten.

Im europäischen Mittelfeld

Das Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (Liser) hat eine Untersuchung bei über 50 Jährigen durchgeführt und dabei festgestellt, dass die Hälfte der in Luxemburg lebenden Menschen in dieser Alterskategorie wenigstens einmal pro Woche einer intensiven körperlichen Aktivität nachgehen. Als intensive Aktivität definiert die „Share“-Studie (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe) etwa Sport oder andere Tätigkeiten, die eine große physische Anstrengung verlangen, wie schwere Hausarbeit oder eine körperlich anstrengende berufliche Tätigkeit.

Damit liegt die ältere Bevölkerung des Landes im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Am besten schneiden hier die Dänen, die Schweden und die Schweizer ab, die auf eine Quote von rund 60 Prozent kommen.

Mittelmeerländer gehen es ruhiger an

In den Mittelmeerländern ist Sport im Alter am wenigsten angesagt. So gehen bei den über 50-jährigen Spaniern nur 37 Prozent einmal pro Woche einer intensiveren sportlichen Aktivität nach, bei den Portugiesen sind es lediglich 36 Prozent und bei den Italienern 35 Prozent.

Männer sind aktiver als Frauen, zeigt die Studie weiter: So gaben 54 Prozent der Männer dies an, während diese Quote bei den Frauen auf 45 Prozent sinkt. 64 Prozent der Männer, die in Luxemburg wohnen und zwischen 50 bis 59 Jahr alt sind, sind einmal wöchentlich sehr aktiv, während in der Alterskategorie über 70 nur mehr 38 Prozent einmal wöchentlich intensiv Sport treiben. Bei den Frauen ist dieser nachlassende Eifer noch deutlicher.

1 Kommentar

  1. Manche 60-70jährige sind körperlich ” fitter ” als 15-30jährige. Woran mag das wohl liegen? Und deshalb bedarf es nicht einmal unbedingt eines Fitness Studios. Das Patentrezept heisst schlichtweg: Bewegung und nochmals Bewegung, ohne grossartig zu übertreiben. Eine halbe Stunde zügiges Gehen täglich reicht schon aus.

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