Die luxemburgische Nationalmannschaft hat ein Zeichen gesetzt. Am Samstagabend besiegte das Team von Nationaltrainer Luc Holtz dank einer überragenden zweiten Hälfte die Moldawier mit 4:0. Kevin Malget, Olivier Thill, Danel Sinani und Christopher Martins erzielten die Tore für die FLF-Auswahl, die in der Gruppe 2 der Division D den zweiten Platz hinter Weißrussland einnimmt. Die Mannschaft aus Osteuropa hatte im zweiten Gruppenspiel San Marino mit 5:0 geschlagen.

Die erste halbe Stunde gehörte komplett den Gästen. Die “Roten Löwen” agierten zaghaft in den Zweikämpfen und unsicher im Ballbesitz. Sie wirkten bei diesem ersten wichtigen Termin sehr nervös. Gleich fünfmal hatten die aggressiven Moldawier die Führung erzielen können. Cociuc (5.), Antoniuc (24.), Ginsari (25.) und Dedov (29.) konnten den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen.

Besonders kurios und gefährlich war eine Szene in der 17. Minute. Einen Abwurf von Torwart Anthony Moris blockte Schiedsrichter Robert Harvey mit der Hacke ab. Cociuc stand alleine vor dem Kasten, zielte jedoch darüber. Durchatmen.

Die Wende

Die Zuschauer im Stade Josy Barthel mussten bis zur 33. Minute auf die erste gute Gelegenheit der Luxemburger warten. Turpel setzte sich ab und sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde vom moldawischen Keeper Alexei Koselev zur Ecke abgewehrt.

Diese Chance nahmen die “Roten Löwen” wahr. Danel Sinani brachte die Ecke herein und Kevin Malget bugsierte das Leder per Kopf über die Linie. Die Erleichterung über diese Führung war riesig nach der schwierigen Anfangsphase.

Danach wurde es auch deutlich besser. In der 42. hatte die FLF-Auswahl die nächste Riesengelegenheit. Nach einer Hacken-Vorlage von Rodrigues schoss Gerson das Leder aus zehn Metern über das Tor. Kurz vor dem Seitenwechsel segelte ein Weitschuss von Jans nur knapp über die Latte.

Eine andere Mannschaft

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte die Holtz-Elf ihr gutes Gesicht und hatte gleich zwei gute Gelegenheiten durch Fernschüsse von Sinani (49. und 50.). Die “Roten Löwen” ließen die Moldawier jetzt nicht mehr zum Zug kommen, waren hellwach, sicher im Ballbesitz und gewannen ihre Zweikämpfe.

Die Belohnung für diesen Wandel folgte in der 60. Minute. Carlson schickte mit einem herrlichen Außenrist-Pass Olivier Thill auf die Reise. Dieser nahm Maß und erzielte mit einem präzisen Flachschuss das 2:0.

Zauberhaft

Luxemburg hatte die Partie jetzt unter Kontrolle. Die Moldawier waren nicht mehr in der Lage, für Gefahr zu sorgen. Mit zunehmender Spieldauer wurde Danel Sinani immer stärker. Der F91-Offensivakteur belohnte sich in der 75. Minute für eine starke zweite Hälfte. Olivier Thill spielte einen Eckball flach auf Sinani, der den Ball aus 12 Metern im Tor versenkte (75.).

“Oh, wie ist das schön”, stimmte der luxemburgische Fanblock an. Und es wurde noch besser. In der 83. Minute spielte der unwiderstehliche Sinani Martins mit einem Lupfer frei, der aus fünf Metern und per Lob das 4:0 erzielte. Jetzt brachen alle Dämme und alle “Roten Löwen” stürmten zur Eckfahne, um das erste Nationalmannschaftstor des Profis aus Troyes zu feiern.

Es blieb bei diesem Resultat und Luxemburg kann sich jetzt mit aller Ruhe auf den zweiten Termin vorbereiten. Bereits am Dienstag steigt der zweite Spieltag der Nations League. Luxemburg trifft in San Marino auf den Gruppen-Outsider.

Statistik:

Luxemburg: Moris – Jans, Chanot, Malget, Carlson – O. Thill (78. Mutsch), Gerson, C. Martins – Rodrigues (55. da Mota), Turpel (59. Joachim), Sinani

Moldawien: Koselev – Graur, Posmac, Epureanu, Reabciuk – Carp (77. Cojocari), Gatcan – Antoniuc, Cociuc, Dedov – Ginsari (62. Nicolaescu)

Schiedsrichter: Harvey – Clarke, McDonnell (alle Irland)

Gelbe Karten: Rodrigues – Antoniuc, Carp

Torfolge: 1:0 Malget (34.), 2:0 O. Thill (60.), 3:0 Sinani (75.), 4:0 C. Martins (83.)

Beste Spieler: Carlson, Sinani, O. Thill – Cociuc, Epureanu

Zuschauer: 2.956 zahlende

Die Gruppe 2 der Division D im Überblick:

Am Samstag:
Luxemburg – Moldawien 4:0
Weißrussland – San Marino 5:0

Tabelle:
1. Weißrussland (3 Punkte, 5:0 Tore)
2. Luxemburg (3, 4:0)
3. Moldawien (0, 0:4)
4. San Marino (0, 0:5)

So geht es weiter:
Dienstag, 20.45 Uhr:
San Marino – Luxemburg
Moldawien – Weißrussland

 

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here