Viel wurde in letzter Zeit über Diesel geschrieben. Sie wissen schon, über jenen Treibstoff, der viele Motoren antreibt, weil er weniger CO2 produziert als Benzin und in etwas groberer, zähflüssigerer Ausführung auch Schiffe auf großer Kreuzfahrt befeuert, die so viel Schadstoffe ausstoßen, dass die Leute an Land ihnen immer wieder erleichtert zuwinken, wenn sie endlich auslaufen und ihre Umweltverschmutzung auf hoher See fortsetzen.

In einigen Großstädten Europas soll Diesel ausgesperrt werden, denn Diesel macht krank und verdirbt die Atemwege. Das macht Tabak auch, aber immerhin kam der Marlboro-Cowboy noch zu Pferd und nicht mit einem feuerspuckenden NOx-Diesel-Geländewagen. Dennoch, Tabak ist von der Leinwand verbannt. Früher rauchten alle in den Filmen, es qualmte von Ventura bis Eastwood und sogar Frauen durften mit Zigarette auftreten. Am besten machte es Columbo. Er rauchte Zigarre und fuhr einen uralten Peugeot, dessen Zustand und Anblick allein schon den Tatbestand der Umweltverschmutzung erfüllten.

Autos rauchten damals auch. Starsky und Hutch fuhren den hässlichsten Mustang aller Zeiten und keiner monierte dessen Benzinverbrauch. Das A-Team fuhr in einem aufgemotzten Van mit Sportfelgen und fettem Motor und Hannibal rauchte gemütlich seine Zigarre im Glanz der Goldketten von Mister T.

Darf man morgen keine Autos mit schädlichen Abgasen mehr in Filmen unterbringen? Werden V8-Motoren nur noch für Vorkriegs-Gangsterfilme erlaubt? Dürfen moderne Produktionen nur noch elektrisch? Können Sie sich Thelma und Louise vorstellen, wie sie dem Sheriff die Batterie klauen und mit dem E-Mobil in den Grand Canyon hinabsegeln? Oder „Fast and Furious“ Teil 19, wenn die tätowierten Jungs im E-Smart um eine Kletterburg im Kindergarten driften? Oder den Kommissar, der ruft: „Harry, lad schon mal den Wagen!“ Am Ende wird James Bond seinen Tesla am Supercharger abstellen und einen Schurken mit der Bahn verfolgen. Jason Bourne hat es da besser. Er kann sich gar nicht mehr erinnern, ein wirkliches Auto gefahren zu haben. Und Tom Cruise sucht fieberhaft nach einer Ladesäule. Wie gesagt: „Mission: Impossible“. Probleme werden einige Gangs in benachteiligten Vierteln einiger Großstädte haben. Dann nämlich, wenn sie versuchen, mit Kupferdrähten den E-Speicher von E-Mobilen anzuzapfen.

4 Kommentare

  1. Aus de Filmer? Firwat net. Mä hoffentlech ginn se geschwënn aus de Stadzentre verjot.

    Den Här do lieft jo vun de Verbrennungsmotoren, dofir klappt hie jo hei all 3 Deeg géint d’Elektroautoen. Dat déngt alles näischt, déi Sténkerte verschwanne méi séier wéi der mengt.

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here