Gebaut wird er im Nissan-Werk von Barcelona , wie der Navarra, er hat mehr von seinen Cousins als von seinen Eltern, die so etwas natürlich nicht gern sehen und nachdrücklich auf die Unterschiede hinweisen, die den Alaskan vom Navarra abheben sollen, als da sind eine andere Front mit anderem Kühlergrill und anderem Logo und das Ganze zum Klang der Marseillaise. Wir fuhren den Alaskan über enge Bergstrassen und kurvige Landstrassen, über Autobahn und quer durch das Gelände, durch Matsch und Schlamm und kamen zu folgender Erkenntnis : Slowenien ist ein herrlich schönes Land, das so gepflegt und sauber, nett und einladend ist, als habe man es für die Besucher aus dem restlichen Europa extra hergerichtet. Man hat den Eindruck, dass hier viel Geld aus Brüssel wirklich sinnvoll angelegt und nicht in irgendwelche dunklen Kanäle verlegt wurde, was wiederum vermuten lässt, dass Politiker in Slowenien ein wirklich undankbarer und selbstloser Beruf ist.

Fast hätten wir das Auto vergessen: also der Alaskan ist mindestens so rauh wie der Navarra, auch wenn er sich etwas feinfühliger gibt als sein spanischer Blutsbruder, aber das lag auch an der normalen Bereifung, die ihn sehr sanft und leicht handlich über den Asphalt gleiten liess. Immerhin, mit dieser Bereifung konnte er sich sogar im schwersten Gelände, das wochenlang von Regen durchtränkt worden war, behaupten und das war eine durchaus bemerkenswerte Leistung. Der Alaskan wird mit entsprechender Geländebereifung noch viel mehr leisten, als wir es hier auf der Schlammstrecke erfahren durften. Wer einen Pickup braucht, der nicht nur auf dem Parkplatz des Baumarkts Eindruck schindet, sondern auch mal schnell ein paar Fässer Bier über Stock und über Stein hinauf zur Berghütte schafft, ist hier bestens bedient. Darüber hinaus erhält er ein Auto mit einem komfortablen und gut ausgestatteten Interieur und hervorragenden Sitzen.


Zur Technik : angetrieben wird der Alaskan von zwei 2,3 Liter dCi Vierzylinder Diesel, der eine ein Turbo mit 160 PS, der andere ein Doppelturbo mit 190 PS. Der Antrieb erfolgt über manuelle 6-Gang-Schaltung oder 7-Gang- Automatik, die Kraftverteilung erfolgt manuell, das heisst man kann per Knopf auf normalen Zweiradantrieb schalten, auf 4H (Normaler Allrad) oder auf 4LO (für wirklich schweres Gelände), mit einer zusätzlichen Differentialsperre hinten, wenn es richtig aufregend und dreckig wird. Dazu hat der Alaskan noch Hill Start Assist und Hill Descent Control sowie ESP .

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