Mo., 15. April 2024




  1. Fettes Marc /

    In einem Nachbarland (Deutschland) hat ein grosser Führer aus den bekannten bayrischen Bierkellern gefordert, dass „Blasphemie“ wieder als schwerer Straftatbestand in die Verfassung aufgenommen wird. wohl wissend dass zu jeder Zeit weltweit ein solcher Vorwurf einem Todesurteil gleichkam und heute in Ländern wie Iran, Pakistan, Saudi-Arabien oder afrikanischen Staaten immer noch ein Todesurteil ist. Blasphemie bedeutet Gotteslästerung und setzt eigentlich den Gottesbeweis voraus, ohne den Blasphemie nur ein Hirngespinst wäre. Selbst den schlimmsten Sekten wie dem Christentum und dem Islam ist bis dato dieser Gottesbeweis nicht gelungen, was diese aber nicht davon abhält, munter solch schwachsinnige Forderungen zu stellen. Die weltweite Entwicklung zeigt, mittlerweile ist wieder alles möglich.

  2. Thomas /

    Hexenverfolgungen und Hexenprozesse,
    erschauernd bis aufs Mark, gab es auch hier in der Region. Daran sollen wir uns auch erinnern und uns nicht ins Mittelalter zurueckversetzen lassen.

  3. Marius /

    Laut Definition ist die Todesstrafe, die absolute Strafe für ein begangenes schweres Verbrechen. Lange Zeit hatte man auf Abschreckung gesetzt, konnte jedoch bis heute nicht erwiesen werden, ansonsten es in den USA und China fast keine Verbrechen mehr geben dürfte. Der Tod durch irgendeine Hinrichtungsart, ist laut meiner Betrachtungsweise keine Strafe im Sinne einer zu erduldenden, langen und fühlbaren Strafe. Die Jenseits Beförderten wissen nach ihrem Tode eben nicht, dass sie eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Strafe für schlimme Verbrechen, wie Mord und Totschlag, soll ausnahmslos mit lebenslangem Freiheitsentzug geahndet werden, was bei weitem, auch in kleinen Grossherzogtum so gut wie niemals zutrifft. Hierzulande muss kein Gefangener seine volle Strafe verbüssen. Hierzulande scheint es nur mitfühlende Richter zu geben. (?) Mildernde Umstände wegen schwerer Kindheit oder unter Einfluss von Drogen und Alkohol oder wegen beschönigender Gutachten von Psys, sollten nur unter sehr besonderen Umständen in Erwägung gezogen werden. Auch eine gute Führung im „Prisong“ dürfte keinen Einfluss auf die Haftdauer haben. Die in Luxemburg und Frankreich angewandte „peine compressible“, um Unterbringungskosten zu reduzieren oder um Platz zu schaffen, für die Einkerkerung von neuen Verbrechern, dürfte kein Argument sein, die Haftanstalt frühzeitig zu verlassen.

  4. kleines Wuerstchen /

    @Marius
    Wirtschaftspoker und Profitgier zieht mehr Sanktionen, Geldbussen und Anwaltskosten mit sich als Tod und Mordschlag, scheint also lukrativer zu sein.
    Hab auch in einem Kommentar beim TB gelesen,
    dass der Richterspruch bei uns zwischen den Anwaelten ausgemacht wird, von der von ihnen ausgemachten „Bonitaet“ der „Kunden“ abhaengt und nicht „objektiv “ sei.
    Ich glaube und hoffe nicht dass dies stimmt, ansonsten waere eine gewaltige Reform unserer Justiz noetig.

    • Thomas /

      @kleines Wuerstchen
      +- 350 Euro Stundenhonorar für einen Anwalt der seinen Mandanten bewusst gegen die Wand fährt?

      • Marlyse /

        Hat anscheinend auch irgendwie etwas mit modernen „Raubrittern“ zu tun, dies sollte gegenfalls näher analysiert werden, wer will schon Haus und Hof verkaufen um seinen ach so gut „gewillten“ und politisch angesehenen Anwalt bezahlen zu können um dann festzustellen, dass man von ihm aufs Gröbste im Stich gelassen wurde.

  5. BillieTH /

    peut etre in sujet pour un referendum. nos politiciens ne sont pas capables de nous representer ds de telles questions car ils/elles obeissent tous/toutes aveuglement aux instructions des parties et le monde juridique bien pensant.

  6. Peter Mutschke /

    Im US-Bundesstaat Texas wo die allermeisten Todesurteile verhängt werden kostet ein zum Tode verurteilter vom Urteil bis zur Hinrichtung durch die Spritze drei mal mehr als ein Lebenslänglicher.
    Nachzulesen bei John Grisham (Das Geständnis)

  7. Dommage /

    Schued dass den Artikel net erwäänt wien hei zu Lëtzebuerg Doudesstrof ofgeschaaft huet…

    • Dhiraj Sabharwal /

      Steht alles am begleedenden Artikel, den dozou an der Zeitung war:-) Den Här Krieps gëtt do natierlech erwähnt.

  8. Marius /

    Letzte Hinrichtung: Februar 1949. Abschaffung der Todesstrafe: 20 Juni 1979 unter der Regierung Gaston Thorn.
    Loi sur l’abolition de la peine de mort. Federführend bei der Ausarbeitung dieses Gesetzes war Robert Krieps, LSAP. Zu jener Zeit war dieser Justizminister. Unter einer CSV geführten Regierung hätte es wesentlich länger gedauert.

  9. jang_eli /

    Merci Max. Just als kleng „geschichtlech“ Erennerung un déi vun der CSV déi sech elo sou „fortschrëttlech“ gin an hei ans do vergiessen wéi et deemols „an der gudder aaler Zäit“ war.

  10. Factchecker P /

    Ech hunn dat emol zesumme gezielt. Vun den 14 vote „contre“, waren der 3 vun der CSV, 5 vun de Sozial-demokraten (gëtt et net méi) a 6 vun der DP. Zu der CSV: 15 Voten, dovunner 4 derfir, 3 dergéint an 8 Enthalungen (3 Deputéiert schengen net do gewiecht ze sinn). Zu der DP: 14 Voten, dovunner 7 derfir, 6 dergéint an 1 Enthalung. D’Kommunisten hunn all derfir gestëmmt, an d’LSAP bis op eng Enthalung och.
    Interessant fannen ech, dass DP deelweis dergéint stëmmt obwuel se an der Regierung waren.
    Als Konklusioun kann een also der CSV (net alleng) de schwaarze Péiter zouschreiwen. Erwähnenswäert ass awer dass och d’Astrid Lulling (deemools nach bei de Sozialdemokraten) dergéint gestëmmt huet.

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