Verwaltungsgerichtshof

Glyphosat-Verbot gekippt: Wirkstoff ist nach Urteil wieder in Luxemburg zugelassen

Glyphosat-Verbot gekippt: Wirkstoff ist nach Urteil wieder in Luxemburg zugelassen

Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat sind seit dem 30. März wieder in Luxemburg zugelassen. Das ist laut einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums vom Montag die Folge eines Urteils des Verwaltungsgerichtshofs. Luxemburg hatte den Wirkstoff im Januar 2021 als erstes EU-Land verboten – der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hatte das Großherzogtum daraufhin verklagt. Die Begründung: Das Verbot verstoße gegen das EU-Recht. Das Luxemburger Verwaltungsgericht gab dem Unternehmen in erster Instanz recht, der Staat ging daraufhin in Berufung. Nun bestätigte der Verwaltungsgerichtshof das erste Urteil.

„Die Aufhebung hat zur Folge, dass die Zulassungen für die betreffenden Pflanzenschutzmittel ab dem Datum der Verkündung des Urteils wieder in Kraft gesetzt werden“, so das Landwirtschaftsministerium. „Der Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung, Claude Haagen, nimmt dies zur Kenntnis. Nach einer eingehenden Analyse des Urteils wird der Regierungsrat über die weiteren Schritte entscheiden, die zu gegebener Zeit mitgeteilt werden.“

Der Einsatz des Wirkstoffs Glyphosat wird bereits seit mehreren Jahren immer wieder diskutiert. Das Pestizid steht unter Verdacht, Krebs zu verursachen. Kritiker des Unkrautvernichters berufen sich dabei auf eine Einschätzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), die Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstuft.

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