Corona-Krise
Luxair musste dieses Jahr 262.000 Stornierungen entgegennehmen
Luxair musste bis jetzt 262.000 Stornierungen entgegennehmen. Das hat Generaldirektor Gilles Feith im RTL-Interview am Samstag mitgeteilt. Über 1.000 Mitarbeiter seien bei der Fluggesellschaft momentan im „Chômage partiel“.
Generaldirektor Gilles Feith will noch keine Prognosen machen Foto: Editpress-Archiv/Didier Sylvestre
Die Luxemburger Firma Luxair sei im Vergleich mit anderen Fluggesellschaften bis jetzt einigermaßen gut durch die Pandemie gekommen. Zwischen Juni und Oktober habe die Gesellschaft trotzdem einen Einbruch von 60 Prozent weggesteckt. Vom 9. November bis zum 8. Dezember seien nur 20 Prozent der Luxair-Kapazitäten ausgelastet gewesen. Eine Besserung sei nur begrenzt in Sicht: „Wir rechnen damit, dass es noch während der nächsten drei bis vier Jahre langsamer gehen wird“, sagt Gilles Feith, „Finanziell wird es wahrscheinlich aufgehen, aber man kann jetzt nur schwer Prognosen machen.“
Ohne die Maßnahmen der Regierung präsentiere sich die Situation der Fluggesellschaft noch wesentlich schlechter. Feith begrüßt vor allem den „Chômage partiel“: Über 1.000 Mitarbeiter würden bei Luxair momentan von dieser finanziellen Hilfe profitieren.
„Dieses Jahr hatten wir bis jetzt 262.000 Stornierungen – das ist ein Umsatzverlust von 130 Millionen Euro“, sagt Feith. Laut dem Generaldirektor haben außerdem 68.000 Passagiere ihre Flüge aufgeschoben, 18.000 haben bei Luxair Tours storniert und 17.000 Kunden konnten ihre Reise wegen Beschränkungen nicht antreten. „Dazu kommt, dass wir fast keine Geschäftsreisenden mehr haben“, sagt Feith.
In der „Tripartite“ sei das Klima „konstruktiv, aber angespannt“. Die Situation sei nun einmal schwierig, sagt Feith. Für die Zukunft will sich der Generaldirektor nach dem alten Motto von Google richten – „Don’t be evil“. „Wir wollen sozial und verantwortungsvoll sein – mein Ziel ist es, dass die Leute stolz und froh sind, bei Luxair zu arbeiten“, sagt Feith.