Gemeinderat Differdingen

Inklusion am Arbeitsplatz muss verbessert werden

Am Mittwoch trafen sich die Gemeindeverantwortlichen zur monatlichen Gemeinderatssitzung. Auf der Tagesordnung stand die Auswertung des „Gemeinwohl Ökonomie“-Zertifikats, aber auch ein Grundstück in der rue des Ligures, wo nach jahrelangem Stillstand endlich die Bagger anrollen sollen.

Differdingen konnte 70 von möglichen 250 Punkten bei der Auswertung des „Gemeinwohl Ökonomie“-Zertifikats erreichen

Differdingen konnte 70 von möglichen 250 Punkten bei der Auswertung des „Gemeinwohl Ökonomie“-Zertifikats erreichen Foto: Editpress/Tania Feller

Differdingen wurde als bislang größte Stadt, mit mehr als 30.000 Einwohnern, mit einem Audit-Zertifikat für seine Bemühungen im Bereich der nachhaltigen Ökonomie ausgezeichnet. Dieses Audit ist eine unabhängige und zertifizierte Prüfung aller im Bericht dargestellten Aktivitäten, die sich auf den Menschen und die Umwelt auswirken. Sie sichert die Qualität der Gemeinwohl-Bilanz und wurde von dem Unternehmen „Gemeinwohl Ökonomie“ durchgeführt. „Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, dessen Ziel ein gutes Leben für alle auf einem gesunden Planeten ist. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, dass werteorientierte Unternehmen auf das Gemeinwohl achten und sich aktiv dafür einsetzen: Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit“, so ein Sprecher des Unternehmens. Um die nötigen Resultate zu erreichen, wurden Mitarbeiter und Einwohner der Gemeinde einzeln zu unterschiedlichen Themen befragt. Differdingen konnte insgesamt 70 von möglichen 250 Punkten in den unterschiedlichen Bereichen einfahren. Besonders gut schnitt die Gemeinde im Bereich der Flüchtlingsunterkünfte ab. Die 260 Vereine aus der Gemeinde lassen zudem auf ein gut funktionierendes Sozialleben schließen. Allerdings ist das Arbeitsumfeld in der Gemeinde alles andere als inklusiv. Die Zahl der Angestellten mit einer Behinderung sollte rund fünf Prozent der gesamten Belegschaft ausmachen. Bislang ist es allerdings noch nicht einmal ein Prozent. Die Gemeinde wird sich jetzt zwei Jahre Zeit geben, um Verbesserungen auszuarbeiten, erst dann möchte man wieder mit „Gemeinwohl Ökonomie“ zusammenarbeiten.

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