Dienstag6. Januar 2026

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Nach Jahren des StillstandsDifferdingen stellt Lommelshaff-Bildungsprojekt vor

Nach Jahren des Stillstands / Differdingen stellt Lommelshaff-Bildungsprojekt vor
Die Grundstruktur des alten Bauernhofs soll nach den aktuellen Plänen erhalten bleiben Bild: Architektenbüro Vandermeeren

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Nach jahrelanger Vorbereitung ist der Weg frei für das Lommelshaff-Projekt: In Differdingen entstehen staatlich finanzierte Kompetenzzentren und ambulante Angebote für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen.

Nach langen Jahren steht nun fest, was mit dem Lommelshaff in Differdingen passiert. Anfang Dezember wurde das Projekt dem Gemeinderat präsentiert und einstimmig angenommen. Der alte Bauernhof wird von der Gemeinde dem Bildungsministerium zur Verfügung gestellt. Dieses plant die bestehenden, geschützten Gebäude zu erhalten und drei Kompetenzzentren sowie einen ambulanten Dienst hier einzurichten.

Differdingen hatte den Lommelshaff vor ein paar Jahren erstanden. Im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt wurden die alte Garage und der Eingangsbereich renoviert. Im Innenhof wurde damals zusätzlich ein rund 80 Quadratmeter großer Pavillon errichtet. Die Kosten für diesen Umbau und die Renovierung beliefen sich auf rund 70.000 Euro. Seitdem jedoch war es wieder still um das leerstehende Gebäude geworden.

Bürgermeister Guy Altmeisch erklärte, dass man bereits seit mehreren Jahren an einer Konvention zwischen dem Staat – vertreten durch das Bildungsministerium – und der Gemeinde Differdingen gearbeitet habe. Er zeigte sich erleichtert und zufrieden, dass man nun endlich am Ausgangspunkt dieses lange dauernden Projekts angekommen sei.

Der zuständige Schöffe Tom Ulveling erläuterte die konkreten Eckdaten des Vorhabens. Insgesamt werden rund 2.000 Quadratmeter Nettobaufläche geschaffen. Die Finanzierung der Renovierungs- und Ausbauarbeiten übernimmt vollständig der Staat, die Gesamtkosten belaufen sich auf 16,4 Millionen Euro. Die Konvention ist auf eine Dauer von 30 Jahren angelegt und beinhaltet ein Vorkaufsrecht für den Staat. Gleich nach der Abstimmung soll die Baugenehmigung erteilt werden. Vorgesehen ist die Betreuung von rund 30 Kindern sowie der Einsatz von etwa 30 Lehr- und Fachkräften.

Unterstützung aller Parteien

Aus der Präsentation ging hervor, dass jeweils ein soziotherapeutisches Zentrum für den Grundschul- und Sekundarbereich entstehen soll, ergänzt durch ein Zentrum für Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum sowie einen ambulanten Dienst. Auf dem 38 Ar großen Gelände ist zudem eine Sport- und Spielanlage als eine Art Schulhof geplant. Die bestehenden denkmalgeschützten Gebäude sollen erhalten und renoviert werden; lediglich eine statisch nicht erhaltbare Scheune wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Ergänzt wird das Projekt durch einen Parkplatz mit 26 Stellplätzen sowie zwei Stellplätzen für Kleinbusse des Schülertransports. Ulveling betonte, man habe „lange daran herumgedoktert“, das Projekt sei jedoch wichtig, um auch Kindern mit besonderen Schwierigkeiten im Schulsystem eine angemessene Betreuung zu ermöglichen.

Die Vertreter aller Parteien im Gemeinderat begrüßten das Projekt ausdrücklich. Eric Cillien (DP) sprach von einem längst überfälligen Schritt nach vielen Jahren des Stillstands. Die neuen Einrichtungen stellten eindeutig einen Mehrwert für die Gemeinde dar. Auch Erny Muller (LSAP) bewertete das Projekt positiv und unterstrich die Bedeutung der geplanten Infrastruktur für Kinder und Jugendliche sowie deren Relevanz für die gesamte Region. Guy Tempels (CSV) hob hervor, dass im Projekt sichtbar werde, was erhalten werden könne und bewusst bewahrt werde.

Auch Manon Schütz („déi gréng“) zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem Lommelshaff nun endlich eine sinnvolle Nutzung gefunden worden sei. Als einzigen kleinen Wermutstropfen nannte sie, dass das Gelände künftig nicht mehr frei für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein werde. Ein alternatives Projekt wie etwa ein Kulturzentrum sei für die Gemeinde jedoch finanziell nicht realisierbar gewesen. Gary Diederich („déi Lénk“) schloss sich dem Lob an und sprach davon, dass nun „Nägel mit Köpfen“ gemacht würden. Das Projekt trage dem baulichen Erbe Rechnung, entspreche zugleich den aktuellen Bedürfnissen vor Ort und stelle eine Lösung dar, bei der die Gemeinde keine eigenen Mittel einsetzen müsse.

Julius
5. Januar 2026 - 9.57

Chapeau, dat gët eng gud Saach..

wéi ëch kleng wor, an dat ass schon eng laang Zäit hiir, së mër all Dag mat dër Mëllegkaan bei de Bauer Lommel Mëlleg siche gaangen..
an doriwwer sën ëch besonnëg frou dat dee schéinen Haf elo oder an Zukunft fiir gud Zwecker genotzt gin..