30. April 2015 01:29;Akt: 30.04.2015 01:49

Majerus will vorne mitmischen

GP ELSY JACOBS

Das Festival, organisiert vom SaF Cessingen, ist in den letzten Jahren zu einer festen Institution im Luxemburger Radsportkalender geworden.

Christine Majerus möchte ihre gute Form unter Beweis stellen. (Bild: Tageblatt-Archiv / Gerry Schmit)

Die Weltelite der Damen, zu der seit einigen Jahren auch die Luxemburgerin Christine Majerus zählt, gibt sich erneut die Ehre auf den Luxemburger Straßen. Zuvor stehen den Freizeitsportlern ab 8.00 Uhr bei der "Randonnée Elsy Jacobs", drei Strecken über 27, 56 oder 100 km zur Auswahl.

Prominente Teilnehmerinnen

Mit Marianne Vos (NL) und Pauline Ferrand-Prévot (F) sind die beiden herausragenden Athletinnen des aktuellen Damenradsports erneut mit von der Partie. Erstgenannte ist ein gern gesehener Gast in Luxemburg. Die Kapitänin der starken Formation Rabobank-Liv hat ein Palmarès aufzuweisen, wie keine Fahrerin vor ihr. Die 27-Jährige ist Olympiasiegerin auf der Piste und der Straße und mehrfache Weltmeisterin im Cyclocross und auf der Strasse.

Mit der 22-Jährigen Pauline Ferrand-Prévot scheint die Nachfolge bereits gesichert. Die Französin gewann letzte Saison neben der nationalen Meisterschaft auch die Straßen- und Cyclocross-Weltmeisterschaft. Letztes Jahr ging der Sieg an Anna Van der Breggen, ebenfalls aus der niederländischen Mannschaft. Erneut am Start ist die Italienische Doppelweltmeisterin Giorgia Bronzini (Wiggle Honda) aus Italien.

Die Veranstaltung der Kategorie UCI 2.1 wird zum zweiten Mal als Etappenrennen organisiert. Los geht es am Freitagabend mit einem hügeligen Einzelzeitfahren über 5,6 km in Garnich. Über diese Distanz wird sich der Kreis der Favoritinnen um den Gesamterfolg sicherlich um einiges verringern. Christine Majerus, die bei der Energiewacht-Tour in den Niederlanden vor zwei Wochen erstmals auf dem Podest eines internationalen Etappenrennens landete, wird alles dran setzen, um ihre gute Form vor heimischem Publikum erneut unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ab 14.30 Uhr, auf der ersten Etappe von und nach Garnich, stehen dann 102,6 km auf dem Programm. Nach einer 53,6 km langen Anlaufstrecke geht das Feld dann auf einen 9,8 km langen Rundkurs, der fünfmal zu fahren ist. Hauptschwierigkeit dabei ist der Anstieg in Garnich, gleich nach Start und Ziel.

Anstieg "Bärendall"

Zum Abschluss sind am Sonntag ab 14.00 Uhr noch einmal 99,1 km zurückzulegen. Die Zuschauer haben in Dippach erneut die Gelegenheit, das Peloton fünfmal anzufeuern. Der Anstieg im "Bärendall" dürfte den Besten die Möglichkeit bieten, den entscheidenden Angriff zu starten.

Chantal Hoffmann, die für das belgische Team Lotto-Soudal an den Start geht, hat vor, sich im ersten Drittel der starken Konkurrenz zu platzieren. Laurence Thill und Lara Carier, ebenfalls im Trikot belgischer Mannschaften, werden versuchen, das Rennen zu Ende zu fahren. Das Gleiche gilt für die Luxemburger Regionalmannschaft unter der Leitung von Nationaltrainer Bernhard Baldinger. Für Elise Maes, Carmen Coljon, Cloé Dellizotti und Martine Licker geht es vor allem darum, Erfahrungen in einem so hochklassigen Feld zu sammeln.

Insgesamt 21 Formationen zu je sechs Fahrerinnen werden am Wochenende wieder für hochklassigen Radsport sorgen.

Mario Nothum

Zum Thema