Die alten Männer hüpften wie kleine Kinder über das Parkett und herzten immer wieder Torwart Arpad Sterbik: Als der Finalfluch endlich besiegt war, jubelten die spanischen Handballer ausgelassen. Durch einen 29:23 (12:14)-Erfolg gegen Schweden in Zagreb im Duell der Generationen bestiegen sie erstmals den europäischen Handball-Thron. Zuvor hatten die Spanier in vier EM-Endspielen vier Niederlagen kassiert.

Matchwinner war Sterbik, der erst für das Halbfinale gegen Frankreich nachnominiert wurde. Der 38-Jährige wurde in der 24. Minute eingewechselt und musste in der zweiten Halbzeit nur noch neun Gegentore hinnehmen. Während Sterbik als Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde, standen die Schweden tief enttäuscht auf dem Feld. Die Spanier, mit einem Durchschnitt von 30,5 Jahren die älteste Mannschaft im Turnier, setzten auf ihre starke Abwehr und schnelle Tempogegenstöße.

Der Rekord-Europameister verpasste seinen fünften EM-Titel. Bester Werfer der Spanier waren Ferran Sole und David Balaguer mit jeweils fünf Toren. Bei Schweden erzielte Jesper Nielsen fünf Treffer. Ein Zwischenspurt zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Spanier einen Drei-Tore-Rückstand in eine Sieben-Tore-Führung verwandelten, sorgte für die Entscheidung.

Frankreich holt Bronze gegen Dänemark

Bronze gewann zuvor Weltmeister Frankreich. Angeführt von Topstar Nikola Karabatic (neun Tore) besiegten die Franzosen Olympiasieger Dänemark in einer Neuauflage des Rio-Finals mit 32:29 (17:14).

 

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