Google hat einen weiteren Schritt in Richtung Datazentrum in Luxemburg gemacht. Am Montag wurden die Kaufverträge für die rund 33,7 Hektar Land unterschrieben. Wann der Internetgigant mit dem Bau des Zentrums beginnen und welche Ausmaße dieser haben wird, ist vorerst nicht gewusst.

Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) bestätigte uns am Abend den Abschluss der Kaufprozedur für das Gelände. An Google sei es nun, die weiteren Schritte zu bestimmen, sagte er. Für ihn persönlich sei dieser Vorgang das Ergebnis der Regierungspolitik in Richtung Diversifizierung der Wirtschaft in den vergangenen Jahren, insbesondere in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik. Luxemburg bleibe interessant und die Regierung habe die richtigen Entscheidungen getroffen.

Die Entscheidung von Google zeige, dass Luxemburg im Bereich Datenzentren ein Leader sei, so Premierminister Xavier Bettel (DP) in einer kurzen Erklärung am Abend. Ein weiterer Beweis dafür sei die vor kurzem von Estland in Luxemburg eröffnete „Data embassy“. Das baltische Land verwahrt hochsensible Daten von Staat und Regierung in Luxemburger Datenzentren. Auch andere Staaten seien interessiert, so Bettel gestern . Seit längeren Zeit bereits verwahrt auch die EU-Kommission ihre Daten in Luxemburg.

In welchem Zeitraum das Datenzentrum entstehen wird, bleibt vorerst noch ungewiss. Wegen der eingetretenen Verzögerungen beim Landkauf ist ein Baubeginn im nächsten Jahr eher unwahrscheinlich. Google könnte wohl den Bau anderer Datenzentren im Ausland vorziehen. Luxemburg war nur einer der möglichen, Google interessierenden Standorte.

Frühestens 2019 dürften die Bagger auf dem 33,7 Hektar großen Gelände in der Gemeinde Bissen rollen. Vorausgesetzt alle Genehmigungsprozeduren wurden eingehalten. Denn an die Umweltauflagen beispielsweise wird sich auch der kalifornische US-Gigant in Luxemburg halten müssen. Eine Extrawurst soll es keine geben.

4 Kommentare

  1. Da musse mer lo awer ganz schnell e Mega Wandpark bauen oder weider Atomstroum kafen. Natierlech net ouni ze fuerderen, dass Cattenom muss zougemaach ginn. Vum enormen Drenkwaasserverbrauch firt Killanlagen net ze schwätzen, mee wat soll et, dann drénken mer eben Muselwaasser.

  2. Und wie ist es mit den vorgeschriebenen Umweltstudien in dieser Angelegenheit….also Bravo für Herr Schneider, das ist konkreter als “space mining”, aber wie geht es weiter…insbesondere der Energieaufwand den das Datenzentrum braucht ? es wird ja allgemein als die Hälfte des aktuellen Volumens des verfügbaren Stroms im Grand Duché angegeben? , von woher den nehmen…Cattenom hoch fahren oder in jedem Haushalt in Luxemburg ein Dynamo in den Keller und einer der dauernd darauf treten muss…villeicht mit “frontaliers” oder was…

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