11. August 2012 09:01;Akt: 11.08.2012 09:04

Katar finanziert Moschee in Luxemburg

RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN

Laut der Internetzeitung The Peninsula Qatar beabsichtigt die Wohltätigkeitsorganisation „Qatar Charity“, eine Moschee in Luxemburg zu kaufen.

In dem Gebäude sollen eine Moschee und eine Koranschule für die 10.000 Muslime in Luxemburg, aber auch aus der Großregion eingerichtet werden.  (Bild: Reuters)

Die Einkaufstour von Katar in Luxemburg geht weiter. Nach katarischen Investitionen bei der Cargolux und der KBL will nun eine Organisation aus dem arabischen Emirat eine Immobilie in Luxemburg erwerben, um dort eine Gebetshaus samt Koranschule zu eröffnen. 2,2 Millionen Euro will „Qatar Charity“ dafür investieren.

Die Wohltätigkeitsorganisation „Qatar Charity“ habe schon damit angefangen, Anteile zu verkaufen, um das Projekt in Luxemburg zu finanzieren. Laut den spärlichen Informationen, die das Tageblatt direkt von „Qatar Charity“ erhielt, will die Organisation allerdings keine „Moschee kaufen“, wie in der arabischen Presse angekündigt, sondern eine Immobilie, um eine Moschee zu gründen.

2,2 Millionen Euro

Es handle sich um ein Gebäude, das von in Luxemburg lebenden Muslimen gemietet wurde, die aber nun das Haus „ohne spezielle Gründe“ verlassen müssten. Die Gesamtsumme belaufe sich auf etwa 10 Millionen Katar-Riyal, umgerechnet ungefähr 2,2 Millionen Euro. Eine erste Ratenzahlung für die Immobilie sei schon erfolgt. Wer diese gezahlt hat, erwähnt die Zeitung nicht. The Peninsula Qatar zitiert den Verantwortlichen des Projekts, Dr. Ahmed Al Hamadi, mit den Worten, es handle sich bei dem Kaufobjekt um eine 650 Quadratmeter große Immobilie, die sich an einem „strategischen Ort im Land“ befinde.

In dem Gebäude sollen eine Moschee und eine Koranschule für die 10.000 Muslime in Luxemburg, aber auch aus der Großregion eingerichtet werden. Abgesandte aus Luxemburg seien schon nach Katar gereist, um ihr Projekt darzulegen.

Muslimische Gebetszentren

In Luxemburg existieren zurzeit einige muslimische Gebetszentren. Mindestens zwei davon, das „Islamisch-kulturelle Zentrum“ in Mamer und die islamische Vereinigung „Le juste milieu“ aus Bonneweg, suchen zurzeit Gelder, um ähnliche Projekte zu finanzieren.

Ein Sprecher des Zentrums in Mamer sagte allerdings dem Tageblatt, dass sein Zentrum nichts mit dem erwähnten Projekt aus Katar zu tun habe. Die Organisation sammelt momentan Gelder, um eine 600 Quadratmeter große Moschee in Mamer zu errichten. Der Kostenpunkt des Projekts beläuft sich laut der Internetseite der Vereinigung auf 1,5 Millionen Euro.

Das Projekt von „Le juste milieu“ aus Bonneweg entspricht den Beschreibungen von The Peninsula Qatar schon eher. Die Vereinigung aus Bonneweg ruft zurzeit zu Spenden auf. Dort soll die Immobilie, in der sich das Zentrum befindet, erworben werden. Der Kostenpunkt beläuft sich laut der Internetseite der Vereinigung auf 1.842.500 Euro.

Claude Molinaro/Tageblatt.lu

  • Tuutenbatti am 14.08.2012 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Jidderengem seng Religioun, se sollen do bieden an gleewe wou hier Religioun ass. Wisou wëllen se zu Letz. eng Moschee bauen, baue mir och eng Kierch bei hinnen, fir ze biede brauch ee keng Kierch oder Moschee. An maacht endlech e Gesetz dass Kierch vum Staat getrennt gëtt, soss bleche mir och nach hier Moschee, sollen déi derfir opkommen déi drun gleewen, egal wéi eng Religioun een huet. Dat ganzt geet einfach ze weit zu Lëtzebuerg.

  • Gallina am 14.08.2012 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Esch-Uelzecht, um boulevard Kennedy ass et net besser, do ass och schonn esou een Treff. Wat musse mär nach alles hei am Land toleréieren?

  • Marc W am 14.08.2012 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Komesch...Vun där sougenannter Allianz vun Humanisten, Atheisten an Agnostiker (AHA Lëtzebuerg) héiert een näischt wann islamesch Vereenegungen sech hei zu Lëtzebuerg ausbreeden. Do gesäit een dass d'AHA och just nëmmen d'kathoulesch Kierch an déi chrëschtlech Gleeweg attackéiere kann, well vun hinne jo keng Gefor ausgeet. Bei radikale Moslems, déi och zu Mamer am "Centre culturel islamique" eremgeeschteren, fäerten déi vun AHA wuel, dass de Risiko ze grouss ass, dass hier "Memberen" kierperlecher Gewalt zum Affer fale géifen...