24. Dezember 2011 09:09;Akt: 24.12.2011 09:48

Einigung bei der Abtreibung erzielt

KOALITION

LUXEMBURG - CSV und LSAP haben sich in Sachen Reform der Gesetzgebung zur Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen geeinigt. Es soll demnach bei zwei obligatorischen Beratungsgesprächen bleiben.

 (Bild: Tageblatt)

Die zwei obligatorischen Beratungsgesprächen sollen aber in einem zeitlich begrenzten Fenster und mit dem medizinischen Eingriff an einem Ort durchgeführt werden können. Bereits vor knapp zwei Jahren schien eine koalitionsinterne Einigung in Sachen Reform des Abtreibungsgesetzes erreicht. Der vorgelegte Entwurf, der sowohl von CSV und LSAP begrüßt wurde, stieß in der Folge allerdings auf harsche Kritik von diversen Beratungsstellen, Frauenorganisationen, Oppositionsparteien aber auch von der Menschenrechtkommission. Mit dem Ergebnis, dass die LSAP von ihrer bisherigen Position abrückte und den vermeintlichen Kompromiss wieder infrage stellte.

Einer der Hauptstreitpunkte im angesprochenen Entwurf war die zweite obligatorische Beratung, die Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen wollen, in Anspruch nehmen müssen.

"Verkappte" Fristenlösung

Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer „verkappten“ Fristenlösung. Denn durch diese zweite, nicht freiwillige Beratung würde das Selbstbestimmungsrecht der Frau erneut untergraben.

Im Sommer dieses Jahres dann hieß es, dass man sich auf einen ein neuerlichen Kompromiss habe einigen können. Dieser Kompromiss soll, wie verschiedene Medien gestern meldeten, vergangene Woche in dieser Form schriftlich von den Koalitionspartnern festgehalten worden sein. Er besteht darin, dass zukünftig entsprechend dem Beispiel Belgiens und Portugals sowohl die Beratungsgespräche – ein medizinisches, ein psychologisches – als auch die Abtreibung selbst in einem einzigen Zentrum durchgeführt werden können.

Oder wie es offiziell im Text heißen soll: die Beratungsgespräche und der Eingriff sollen an maximal zwei verschiedenen Orten durchgeführt werden. Mit dieser Lösung würde der „Spießrutenlauf“ zwischen den ansonsten zeitlich voneinander getrennten Beratungsgesprächen entfallen, hatte LSPA-Präsident Alex Bodry die Zustimmung seiner Partei zu diesem Kompromiss erklärt. Mehr sei mit der CSV „einfach nicht drin“ gewesen.

tw/Tageblatt.lu

  • ... am 06.02.2012 02:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ech fannen als awuessen Persoun soll een wessen wat een mecht an wann et do zur ongewollten Schwangerschaft kennt ass et net normal! Et muss een eng gewessen Maturitéit hun befir een ongeschützten Geschlechtsverkeier huet wann een volljähreg ass. Anererseits, wat ass mat den jonken Meedecher dei schwanger gin? Et huet een sugur schon an den Medien heieren dass een 9jähregt Meedchen (oder eichter Kant) schwanger gouf! Ob Vergewaltegung oder net, do muss een agreifen! Et mecht keen Meedchen vun zum Beispill 14 oder 15 oder 16 et express schwanger ze gin! Do misst Oofdreiwung erlaabt sin.

  • mona am 25.12.2011 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    ech fanne jidfereen soll mat sengem kieper maache kennen wei en wellt... wat as dann mat vergewaltegungsfäll? ah dann muss ech elo permanent verhüten, well wann ech jo dann schwanger ka gin... oder analysen ergin dass main ongebuerent kand schweier behennert gett? mae liewen am mettelalter hei :-/

  • E.Dell am 25.12.2011 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Eng Fra déi haut nach ofdreift bei all denen Méiglechketen dë et an eiser moderner Welt haut gedt fir net schwanger ze ginn, mir wessen dach haut alles waadt moderne Technicken ugeht vum jengsten Alter un, Onmëglech so e Gesetz ze stemmen, daadt nennt e Mord. Wo steiert eis Menschhéidt hin.

    • CHRISTIAN SCHMIDT am 25.12.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Verstin effektiv och net wéi eng Fra haut am 21.Joerhonnert,béi all deenen Verhuetungsmettelen nach ongewollt kann schwanger gin.E gesond Kand oofzedréiwen ass a bléiwt en trauregen Skandal;sou vill Fraen traueren hirt d'Liewen laang em e Kand waat sie durch en Akzident verluer hun an vill Elteren géifen gaer e Kand vun Letzebuerg adoptéieren mee mussen fir eng Adoptioun bis an Suedamerika oder Suedkorea fueren.

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