18. Mai 2017 12:32;Akt: 18.05.2017 15:33

Rechte planen Neonazi-Gedenken in Luxemburg

BEI KONZERT

Rechtsradikale aus Deutschland rufen auf Facebook zu einer Mahnwache in Luxemburg auf. Im Rahmen des Konzertes der Band Söhne Mannheims am Samstag in der Escher Rockhal wollen sie an den deutschen Neonazi Horst Mahler erinnern.

Rechtsextreme aus Zweibrücken planen eine Mahnwache für den in Ungarn festgenommenen deutschen Neonazi Horst Mahler. Stattfinden soll das Ganze am kommenden Samstag im Rahmen des Konzerts der Söhne Mannheims in der Escher Rockhal. Der Nationale Widerstand Zweibrücken kündigt dies auf seiner Facebook-Seite an.

Rechte in ganz Deutschland und darüber hinaus scheinen kürzlich scharenweise ihre Liebe zu den Softpoppern um Xavier Naidoo entdeckt zu haben. Deren jüngste Single heißt „Marionetten“ und hat der Band massig Kritik eingebracht. Der Text sei rechtspopulistisch, heißt es. Die Band selber widerspricht dieser Interpretation. Neue Fans vom rechten Rand hat sie trotzdem gefunden, und wie es aussieht, kommt es nun zum „Meet and Greet“ am Sonntag in Luxemburg.

Juncker, Bettel und Asselborn

Die Rechtsradikalen aus der Pfalz freuen sich in ihrem Facebook-Posting auf Luxemburg, da hier, wie sie schreiben, die Meinungsfreiheit besonders von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Premier Xavier Bettel und von Außenminister Jean Asselborn immer wieder hochgehalten werde. Sie gehen davon aus, dass „eine couragierte Mahnwache für Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit im Großherzogtum Luxemburg sicherlich willkommen sein“ werde.

Der 81-jährige Mahler war am Montag in der westlichen Grenzstadt Sopron von der ungarischen Polizei festgenommen worden. In Deutschland war er 2009 wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im Sommer 2015 hatte die deutsche Justiz die Verbüßung der restlichen Haftstrafe in Anbetracht von Mahlers schlechtem Gesundheitszustand ausgesetzt. Die Aussetzung wurde später wieder aufgehoben. Mahler entzog sich im April dieses Jahres der Ladung zur Verbüßung der Reststrafe und tauchte unter.

Tageblatt.lu/A.B.

  • Supp "De-es-F-skala-thor" Frauberger am 20.05.2017 04:22 Report Diesen Beitrag melden

    @AnheitSSer: Keine Suppe wird so warm gegessen wie Sie, die Suppe, gekocht wurde.

  • Mike S. am 19.05.2017 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    War den Horst Mahler net een bekannten Kommunist vun der Baader/Meinhoff-Band?

  • DINGO am 19.05.2017 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Es wäre wohl wieder an der Zeit dem braunen Mob eine gehörige Abreibung zu verpassen wie am 13.08.1994 in LUXEMBURG-STADT vor der deutschen Botschaft. Damals gaben letztendlich die luxemburger Sicherheitskräfte, sowohl den Takt, als auch die Marschrichtung vor.