Im Parlament ist am Freitag über ein Verbot der Treibjagd gesprochen worden. Dass der Druck gegen diese Praxis wächst, ist gut. Aber: Nicht nur die Treibjagd, sondern jede Form der Jagd gehört abgeschafft.

Seit der Reform des Tierschutzgesetzes 2018 rühmt sich Luxemburg, eines der wenigen Länder zu sein, die nicht-menschlichen Tieren eine Würde zugestehen. Das Gesetz verbietet darüber hinaus im ersten Artikel, ein Tier ohne Notwendigkeit zu töten.

Es gibt schlicht keine Möglichkeit, die Würde eines Tieres zu respektieren und gleichzeitig darauf zu schießen. Für die Jagd besteht überhaupt keine Notwendigkeit. Fleischkonsum ist unnötig. Ein Hobby kann ebenso wenig ein ausreichender Grund sein, um Tiere zu töten.

Auch zur Regulation wird der Mensch – anders als oft behauptet – nicht benötigt. Das wird in Gegenden deutlich, aus denen er sich für einige Zeit zurückgezogen hat.

Ein Beispiel: Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist ein grünes Band entstanden, das von vielen Arten, die sonst fast nicht anzutreffen sind, als Rückzugsgebiet genutzt wird.

Dass in Luxemburg die Armee mittlerweile mit Drohnen Aufklärungsflüge für Jäger absolviert und sich Umweltverbände für die Jagd aussprechen, ist fast schon surreal.

Damit wir Menschen in Zukunft friedlich mit anderen Tieren zusammenleben können, müssen wir die Jagd endlich aufgeben.

28 Kommentare

  1. “Ein Beispiel: Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist ein grünes Band entstanden, das von vielen Arten, die sonst fast nicht anzutreffen sind, als Rückzugsgebiet genutzt wird.”

    Ja. Wölfe, Füchse und Schlangen, die Lieblinge der Wanderer.
    Aber mal im Ernst, sie wollen unser Land doch nicht im Ernst ausdünnen wie in der Zone und nur rechtschaffene CSV-Wähler da wohnen lassen? 😎

  2. Die Hobbyjagd gehört effektiv abgeschafft, besonders die, die Tiere in Polen einfängt, hier im Wald aussetzt, füttert und dann abknallt. Allerdings ist es nicht möglich, in einem zu 100% bewirtschafteten Gebiet der Natur freien Lauf zu lassen. Dafür braucht man aber keine Hobbyjäger. Und den Fleischkonsum sollte man reduzieren, aber nicht verbieten, denn der Mensch ist der Natur nach ein Allesfresser, das sieht man schon an seinem Gebiss. Vegan geht nicht, auch wenn einige Fanatiker das nicht wahr haben wollen.

    • Vielleicht auch aus Faulheit Allesfresser! Ein Minuten-Steak liegt schnell auf dem Teller, vorgeschnittene Fritten im Nu dazu und den Salat gibt es fertig zu kaufen. Was das Gebiss angeht: “Seit mehr als 500 Jahren konnten die Bishnoi so unter schwierigen klimatischen Bedingungen überleben. Sie leben strikt lakto-vegetarisch und vertreiben auch alle Jäger und Wilderer aus ihren Gebieten.” (gegoogelt unter “Bishnoi”, sehr interessant!)

    • Wieso denn “vegan geht nicht”? Millionen von Menschen allein in Europa machen es vor. Es geht sehr wohl, und es geht sehr gut. Tiere für Fleisch zu töten ist somit unnötig und reine Bequemlichkeit.

  3. Fleischkonsum hat mit Jagd nichts mehr zu tun. Das war früher,als wir vom Baum gestiegen sind. Durch Klimaveränderungen (Savanne) mussten wir den aufrechten Gang annehmen und ebenso andere Nahrungsquellen erschliessen.Wir wurden zum Allesfresser und das begünstigte das Wachstum unseres Gehirns.
    Unsere direkten Verwandten welche auf den Bäumen geblieben sind (Djungel),sind zurückgeblieben und müssen heute unsere “Herrschaft” ertragen. Leider sehen wir weltweit wohin uns unsere Intelligenz gebracht hat,obwohl es ist nicht die Intelligenz die uns zu schaffen macht,sondern die Gier und die Rücksichtslosigkeit.

  4. Befürworter der Jagd sollten sich das Buch “Ehrfurcht vor dem Leben” von Albert Schweitzer verinnerlichen, sofern es ihre Krämerseele zu lässt…

  5. Ech sinn Letzebuerger, hunn iwwer 50 Joer um Bockel a kennen d’Mentalitéit vu menge Matbierger gutt genuch fir foljhendes ze soen: Den allermeeschte Leit, déi fir d’Ofschaafe vun der Juegd sinn, geet et weder ëm Déireschutz, nach ëm soss ierjhend eent vun den “edle” Motiver, déi ëmmer ugefouert ginn. Et ass eenzeg an alleng den typesche Näid. Do ass een deen eppes duerf wat ech net duerf (an dësem Fall: eng Flënt droen a mam Auto um Feld- a Bëschwee fueren), an dofir muss dat direkt ofgeschaaf ginn. Well dat geet jo net. An dat ass alles. Leit déi sech net genuch fir Déiren interesséiren, fir e Réi vun engem Hirsch an en Hues vum Kanengchen ënnerscheeden ze kënnen, a fir all geschossent Wëldschwäin kräischen awer mam Biffteck um eegenen Teller kee Problem hunn, déi solle mer net mat Déireschutz kommen.

    • “Ech sinn Letzebuerger, hunn iwwer 50 Joer um Bockel a kennen d’Mentalitéit vu menge Matbierger gutt genuch fir foljhendes ze soen:”

      Ech weess net wéi ‘Lëtzebuerger” geschriwwe gëtt a vun der Eifeler Reegel hunn ech keng Anung?

      Leien ech falsch?

        • Bei mir jidenfalls, den selwer mei wei emol bei engem Frend mat op d‘ Juegd klappe wor as et net den Neid, mais dat onmaneierlecht an iwerhieflecht Optrieden vun denen meschten Juegdhären. Esou guer mein Frend, den e ganz leiwen Mensch as, huet sech denen Bellesen ugepasst den Dag wou Juegd wor.

    • Näid? Ech hu genuch Klappjuegden, méi oder manner fräiwëlleg matkrit. Nëmme Gebierels vu Alkoholiséierten(hoffen ech mol, soss stellen ech mer Froen), an duerno Dauerfeier mat min. 10 Schëss. De ganze Wanter muss een an Uescht goen, wann een an de Bësch wëll, méiglechst iergendswou rauskréien wou Juegden sin…. An dann natierlech den Juegd-Jeep/Range Rover 3 Meter virun der Ufidderungsplatz. Lächerlech³
      Juegd huet fiir mech eppes mat Gedold an Präzisoun ze din, an net dee Kaabes dee momentan opgefouert gett.

  6. Deen heiten Antijuegd-Artikel ass un Dommheet kaum ze iwwertreffen. Bei deem Niveau helleft all Argumentation naischt méi. Einfach krank!

    • Ach ja – Niveau? Krank? Und was ist das?
      Prof. Dr. Gerd Rohmann auf der Jahrestagung 2004 des Forums lebendige Jagdkultur e.V., Vortragstitel “Neue Gedanken zur Lust an der Lust zwischen Erleben und Erlegen”
      “Denn darin, dass wir das Naturding Wild töten und dabei einen exorbitanten Lusteffekt erleben, erweist es sich empirisch, dass wir etwas ganz Besonderes in unserem Innern erfahren. Mit der Jagd ist es so ähnlich wie mit der Liebe: Das erotische Erleben liegt auf dem Weg zum Höhepunkt. Das Ziel liegt nämlich nicht im schnellen Schuss, sondern im Erstreben und Erleben eines gemeinsam erreichten anhaltenden Höhepunkts. Den emotionalen Höhepunkt seiner Jagd, den Kick, erlebt der Jäger immer dann, wenn er den todbringenden Schuss auslöst.”
      Kann sich jeder selbst ein Bild über “krank” machen…

        • Lust, Lusteffekt, Höhepunkt, erotisches Erleben. Et kann een fir d’Juegd oder dergéint sinn, awer kommt w.e.g. mat seriéisen Argumenter, net mat Anekdoten ënner der Gürtellinn. Wann eis Juegdgéigner sech haapsächlech op sou Absurditéite beruffen, huet den H. Grotz mat sengem “krank” vläit wierklech net sou onrecht….

          • Warum regen Sie sich auf, wenn ich dem oben zitierten Professor einen glaubwürdigen, SERIÖSEN Vortrag zutraue? Nix da mit Jägerlatein oder “Anekdoten”! Doch ich gebe Ihnen Recht: es ist eine Absurdität; zwei Schüsse im gleichen Moment…setzt einiges an Training voraus, um das zu beherrschen…

    • wat fir eidel Argumenter wann een naicht versteet. Krank as äer Astellung.
      Mir brauchen effektiv keng aal wäiss Männer méi déi eis soen war richteg a falsch ass. Durch sou verstepsten Leit wéi dir ass eis Welt hikomm wou se elo ass. Hinüber …

      • A wou eis Welt mat Leit higeet, déi anerer wéinst hirer Rass (wäiss Männer) oder hirem Alter (aal wäiss Männer) d’emblée fir mannerwäerteg erkläre wëllen, kënne mer eis och virstellen, Här Coing. Do bräuch ee net vill Phantasie.

        • “Make America great again.” as Beispill genuch vum wäissen, aale Mann, dee méngt alles ze kennen. Och wann der gutt lieft, vun der Ierfschaft an an ärem deemol gënschtegen Haus, wésst der nach lang nët, wéi eis Welt wierklech leeft.

          • Ierfschaft? Genschtegt Haus? Ech weess jo net wou Dir Äer Informatiounen hirhutt, awer di Quell do daacht net vill. Op alle Fall net genuch fir aner Leit Lektiounen driwwer ze ginn “wéi eis Welt wierklech leeft.”

          • Dat do muss een sech als Screen-Shot haalen, fir nach an 10 Joer ze weisen, op wat fir e Niveau eng Diskussioun faale kann a wat fir gelunge Leit matschwätze wëllen, soubaal et ëm d’Thema Juegd geet. Wéi schreiwt den H. Greis uewen am Artikel? “….ist fast schon surreal.” Loosse mer de “fast” mol getrouscht ewéch.

  7. Wann,dann mist nach villes ofgeschaaft ginn,
    alles waat korrupt an mat Politik ze din huet,
    hei kann een nëtt alles opzielen,d’Lëscht ass ze laang.

  8. Dass Umweltverbände sich für die Jagd aussprechen ist also surreal? Umgekehrt wird ein Schuh draus. Vielmehr zeigt dies, dass diese Verbände nunmehr endlich zumindest teilweise in der Realität angekommen sind. Ein Prozess, der der neuen, offenbar vorwiegend im urbanen Hipster-Milieu angesiedelten Journalistengeneration im Tageblatt erst noch bevorsteht.

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