Den Wein gab es schon, als König Ludwig der 16. den Thron bestieg. Das war 1774. Bei der traditionellen Auktion der „vins jaunes“, typisch für das französische Jura, war er zwar wegen seiner Farbe der Star. Versteigert wurde er jedoch nicht.

Die Weinverkostung und -Auktion „Percée du vin jaune“ findet jedes Jahr am ersten Februar-Wochenende statt, dieses Mal im französischen Poligny im Jura. Seit 22 Jahren gibt es dieses Fest, auf dem sich durchschnittlich rund 40.000 Besucher tummeln.
Viele suchen nach einer guten und bezahlbaren Flasche des gelben Weins für besondere Anlässe. Dennoch bricht gerade die Auktion regelmäßig Rekorde, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Das hatten sich Veranstalter wohl auch vom Star der Veranstaltung am Wochenende erwartet.

Mit 30.000 Euro war der Wein aus dem Jahr 1774 angesetzt, bei 29.000 Euro hatte ihn ein Bieter bei der Online-Auktion jedoch blockiert. Deswegen musste der Hammer oben bleiben und der edle Tropfen da, wo er herkommt.

Wein für 57.000 Euro

2011 war zuletzt ein Wein gleichen Jahrgangs für 57.000 Euro in die Schweiz gegangen – absoluter Rekord in den letzten 22 Jahren. 1774 bestieg Ludwig der 16. den französischen Thron. Davor war der Wein mindestens sechs Jahre und drei Monate nach der Fermentation in einem Eichenfass gereift. Nur dann ist es ein echter „vin jaune“.

Die Preise, die für andere alte Weine erreicht wurden, hören sich moderater an. Bei einer Flasche aus dem Jahr 1842 fiel der Hammer bereits bei 2.900 Euro, ein 1857er-Jahrgang ging für 2.200 Euro weg.

1 Kommentar

  1. Wer solche horrenden Summen für einen ” edlen Tropfen ” ausgeben kann, der schwimmt im Geld und im Überfluss. Angesichts der zahllosen Hungertoten täglich weltweit, sind diese Weinangebote nicht nur ein Skandal sondern Dekadenz pur! Sogar ” moderate” 2.900 Euro für eine Flasche Weiss-, Gelb-oder Rotwein sind eine Unverschämtheit.

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