Der Schriftsteller Peter Härtling ist tot. Der vielfach ausgezeichnete Autor sei am Montag im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Erkrankung in Rüsselsheim gestorben, teilte eine Sprecherin des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln mit. In seiner mehr als 60-jährigen Schaffenszeit veröffentlichte Härtling eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen, autobiografischen Schriften und Kinderbüchern. 2015 erschien sein letzter Roman „Verdi – Ein Roman in neun Fantasien“. Zentral in Härtlings Werk ist das Thema Erinnerung. Dies bedeutete für ihn die Auseinandersetzung mit der Geschichte und politischen Vergangenheit.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb an die Witwe von Peter Härtling: „Unser Land hat einen großen Schriftsteller verloren. Er hatte eine Sprache für Zustände, Orte und Verhältnisse gefunden, wie sie nur selten anzutreffen ist.“ Härtling habe mit seinen Büchern „ganzen Generationen die Welt der Literatur eröffnet und vielen Menschen – jungen wie alten – Mut und Trost ‚für die Wanderschaft des Lebens‘ gegeben“.

Alle Briefe beantwortet

Seine größten Fans hatte Härtling aber unter den Heranwachsenden, die den „Hirbel“ oder das Buch „Ben liebt Anna“ liebten. Rund 20 Schulen in Deutschland sind nach Peter Härtling benannt. Bis zuletzt erhielt er von Kindern „Berge von Post“. Alle Briefe beantwortete er – unterstützt von seiner Frau.

Härtling erhielt für sein Werk viele Auszeichnungen, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Hölderlin-Ring und den Hessischen Kulturpreis.

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