Das 21. Jahrhundert wird auch als Jahrhundert der Städte bezeichnet. Dies ist eine Entwicklung, die noch vor 30 bis 40 Jahren so kaum vorhersehbar war, als man Städte wie New York oder London, aber auch viele altindustrielle Zentren als beispielhaft für den Niedergang des urbanen Raums angesehen hat. Dazu hat insbesondere der Strukturwandel weg von der Industrie und hin zur Dienstleistungswirtschaft beigetragen.

Interessanterweise waren es ökonomische Prozesse wie die Globalisierung und der Welthandel, der technische Fortschritt auf dem Gebiet der Telekommunikation sowie der nahezu ubiquitäre Ausbau der Infrastrukturen (Flughäfen, Autobahnen, Satelliten, Nachrichtenverbindungen), die nicht zur Auflösung des Städtischen, sondern zu einer Neubewertung und Stärkung des Urbanen geführt haben.

Von Markus Hesse, Professor für Stadtforschung an der Universität Luxemburg, Institut für Geografie & ...

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