Es war ein folgenschwerer Unfall, der sich in der Nacht vom 13. zum 14. April zwischen Heinerscheid und Weiswampach ereignet hat. Ein Polizist kam dabei ums Leben, seine Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt.

“Tödliche Verfolgungsjagd” lautete denn auch der Titel in der Tageblatt-Ausgabe vom Montag, 16. April. Ein Polizeikombi und ein Polizeibus hatten nachts gegen zwei Uhr die Verfolgung eines flüchtigen Fahrers aufgenommen, der sich zuvor in Weiswampach einer Kontrolle entzogen hatte. In der Ausfahrt Lausdorn auf der N7 wollte der Polizeikombi wenden, um wieder in Richtung Weiswampach zu fahren. Ein im Eiltempo herannahender Polizeitransporter mit drei Insassen prallte mit voller Wucht gegen das Auto. Der Fahrer des Kombis starb noch an Ort und Stelle, seine Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht und musste notoperiert werden. Auch die drei Insassen des Transporters wurden verletzt.

Großer Fahndungsdruck

So viel zu den Fakten. Was dann folgt, ist eine haarsträubende Geschichte. Unter großem Fahndungsdruck nahm die Polizei ein paar Stunden nach dem Vorfall zunächst den falschen “flüchtigen” Fahrer fest. Dabei handelte es sich um den Angestellten eines Supermarktes, der den gleichen Wagen fährt wie der Gesuchte. Am selben Tag wird schließlich auch der richtige Fahrer ermittelt und festgenommen. Gegen den Mann, der unter Alkoholeinfluss stand, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er wird der fahrlässigen Tötung sowie der Körperverletzung beschuldigt und kommt neun Tage in Untersuchungshaft.

Sein Anwalt Me Daniel Baulisch fordert ein unabhängiges technisches Gutachten, das den genauen Unfallhergang klären soll. Baulisch wirft u.a. die Frage auf, warum der Polizeibus vor Ort war, obwohl die eigentliche Verfolgungsjagd abgebrochen wurde. Zudem mutmaßt der Jurist, dass der Polizeibus höchstwahrscheinlich sehr schnell unterwegs war.

Rund eine Woche nach dem Unfall wird dann ein Ermittlungsverfahren gegen den Polizeibeamten, der den Transporter fuhr, eingeleitet. Seitdem ist es ruhig geworden um die “Akte Lausdorn”. Seitdem brodelt aber auch die Gerüchteküche. Die Pressestelle der Justiz erklärt: Die Ermittlungen laufen und gehen ihren Weg.

8 Kommentare

  1. Jedesmal dieselbe Leier: “Die Ermittlungen laufen und gehen ihren Weg” Schämen die sich etwa nicht? Da hilft kein neues (Spielzeug-) Design wenn der Inhalt einfach nur Mist ist. Oder andersrum: Der neue Look gibt tatsächlich her, was sich dahinter verbirgt. Demnach: das neue Corporate Design unserer Polizei trifft den Nagel auf dem Kopf. Congratulations!

  2. Sehr gut Herr Graaff. Aber das ist ja nichts Neues im Ländchen. Vieles wird verschwiegen, vieles wird so gedreht damit es gut aussieht, vieles wird aufgebauscht obwohl es nichts Schlimmes ist usw.
    Würde man die Bevölkerung wie im Ausland mit Pressekonferenzen informieren, würde die Gerüchteküche nicht brodeln.
    Deshalb heisst es hier zulande: Was es nicht geben darf, gibt es nicht!

  3. Wie in vielen Fällen wird solange ermittelt bis das Geschehen in Vergessenheit gerät. Wie unsere berūhmten “Affäiren”. (Bommeleeer, Monsieur Julien, ……)

  4. Et daerf dach net erauskommen, datt se deen, de fortgefuer war, voelleg zu Onrecht eng Woch lang agespart hunn, amplaz dee Polizist, den um Accident schelleg ass. A wat hunn se mat him gemeet, fir datt en zouginn huet, datt e gedronk hat?

  5. Waat héi rëm e Kaabes geschriwwe gëtt…
    Et gëllt nach ëmmer de “secret de l’instruction” an de Public soll sech nët amëschen; soss ass de PoliceChauffer “gelyncht” befir hien evtl schëlleg gesprach gëtt.

  6. Hei ass just ee Kommentar normal . Fir derecht wessen di verschidden hei alles besser wi Police . Majo da gidd bei Police maat alleguerten Examen an da kuke mer mol wéi wäit dass a¨ll déi kommen di hei esou e Bullshitt schreiwen .

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