Nicht nur die 105.317 eingeschriebenen Schüler werden sich schon ihre Gedanken über den bevorstehenden Schulstart gemacht haben. Auch im Unterrichtsministerium ist man vorbereitet und versucht die Schüler bestmöglich auf die Welt von morgen vorzubereiten.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Kommentar von Armand Hoffmann

Ab diesem Jahr werden die Zeugnisse in der Grundschule nur noch digital abrufbar sein. Nach den Sommerferien 2020 werden die Schüler lernen, wie man einen Code für Computerprogramme schreibt.

„Digital ist die Sprache des 21. Jahrhunderts“, erklärte Bildungsminister Claude Meisch am Freitag auf der traditionellen Pressekonferenz vor dem neuen Schuljahr. Somit ist es kaum verwunderlich, dass ab 2020 Codierung auf dem Schulplan stehen wird. Unter Codierung versteht man die elektronische Datenverarbeitung. In der Kommunikationswissenschaft bezeichnet ein Code im weitesten Sinne eine Sprache. Jegliche Kommunikation beruht auf dem Austausch von Informationen, die vom Sender nach einem bestimmten Code erzeugt werden und die der Empfänger gemäß demselben Code interpretiert. Elektronisch übermittelte oder gespeicherte Daten bestehen zum Beispiel aus einer langen Reihe von Nullen und Einsen.

„Bis zum 3. Zyklus werden die Schüler in der Grundschule Codierung spielerisch lernen. Danach wird das algorithmische Denken zunehmend gefördert. Ab 2021 wird den Schülern dieses neue Fach dann auch im Sekundarunterricht angeboten“, so Meisch.

Keine Zeugnisse aus Papier mehr

Bereits dieses Jahr warten ein paar Neuerungen auf die Schüler und ihre Eltern. Zeugnisse aus Papier wird es in der Grundschule keine mehr geben. Die Noten werden nur noch digital abrufbar sein. In der „formation professionnelle“ wird ein neues Bewertungssystem geschaffen. Neben einer Auswertung ihrer Kompetenzen werden die Schüler wieder benotet.

Die menschlichen Kompetenzen sollen jedoch weiterhin im Mittelpunkt stehen, um die Stärken der Schüler weiterhin zu fördern. Meisch forderte auch eine bessere Vernetzung der „Maisons relais“ mit den lokalen Vereinen, um die Kinder besser fördern zu können.
In Esch wird dieses Jahr ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Schule eng mit den Sport- und Musikvereinen der „Minettemetropole“ zusammenarbeiten.

In Sachen Umweltschutz wird man zukünftig versuchen, den Plastikmüll in den Schulen so weit wie nur irgend möglich zu reduzieren oder ganz zu verbannen. Die Schulen werden mit Solarzellen ausgestattet. Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, wurden für dieses Schuljahr 287 neue Lehrerposten geschaffen und auch besetzt.

11 Kommentare

  1. Ohne Zweifel eine lobenswerte Initiative des Erziehungsminister, das war eine richtige und wichtige Entscheidung, und ja, man muss schon in der Grundschule anfangen, jedes Kind muss die Grundlagen der Codierung lernen in unserem Zeitalter. Ich kann unseren Minister nur beglückwünschen für diese Entscheidung, weiter so in dieser Richtung Herr Meisch, sie liegen genau richtig…!

    • Naja, ganz esou “ohne Zweifel lobenswert” ass dësen Schratt nun awer och net, ausser vlaicht ärer Meenung no (wat och ëmer dat wëll heeschen). Well “0 oder 1”, gëtt ët och just an der Programméierungssproch, d.h., et ass net alles entweeeder ganz gut oder ganz schlecht. Déi stark an fréi Digitaliséierung vunn den Kanner huert och een noweisslechen Impakt ob hier (sozial) Entwécklung, matt all den Konsekuenzen déi dat nees matt sëch bréngt. Dëst ass kaum d’Platz fir dat weider ze detailléieren, mais är iwwer-positiv Anschätzung vunn dem ganzen sollt een awer vlaicht kënnen an mussen an Fro stellen.

  2. Keine Zeugnisse aus Papier mehr ? Welch ein Fortschritt, die Erziehungsberechtigten können sich die Zeugnisse
    ihrer Schützlinge selbst, vorausgesetzt sie haben Internet, Computer, Drucker, Papier usw. ausdrucken.
    Sowie beim Internetbanking, langsam aber sicher die Digitalisierung dem Endverbraucher überlassen. freundlichst

  3. Et wir mol besser daat richteg an der Scho’ul ze lei’eren watt elo um Programm ass amplaatz nei Sachen anzefei’eren !

    Mir lei’eren Alles mee naischt richteg !

    • Dat léiere se. D’Programmer si gutt an an der Lescht sinn duerchaus e puer gutt Bicher dobäikomm, wann och net an alle Beräicher. D’Bewäertungsmethod (Keng Punkten, ABCD si NET Punkten och wann de Meisch dat behaapt) ass de Problem.
      Dat mat de Manéieren ass zu 99% den Elteren hir Schold.

  4. et geht einfach d’Baach an.D’Schüler lei’eren neischt Konkretes mei an der Schoul.Alles ass iweflächlech an den niveau geht emmer mei erof.Gudd dass mer d’Flüchtlingen hai hun dei den niveau an den nächsten Joeren eropdrecken.

    • Wat gelifft? An der leschter Zäit schonn an enger Schoul gewiescht? D’Kanner kënnen um Enn vun engem 6. Schouljoer definitiv méi wéi an der Zäit! De Programm vun engem 5. an engem 6. Schouljoer ass massiv, an dobäi léiere se och Saachen déi eiseree wuel sécher net hat. Ausser et wiere virun 20-30 oder méi Joeren a sämtleche Schoule vum Land iwwerall Computere gewiescht an d’Kanner hätte sech schonn zimlech gutt um Internet a mat dem Rescht vun der moderner Technik ausenaner gesat. An datt se duerch eben den Internet och méi iwwer Politik an d’Gesellschaft wësse wéi an der “aler” Zäit ass nach eng aner Saach.

      De grousse Problem sinn d’Manéiere vun de Kanner an hiert Behuelen, a do ass sécher nach laang net d’Schoul alleng an der Verantwortung. Do läit et un den Elteren, déi et oft leider hautdesdaags selwer net méi besser wëssen.

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