Mehr Kompetenzen, mehr Gelder – das empfiehlt der überregionale Wirtschafts- und Sozialausschuss den Politikern, um die Zusammenarbeit in der Großregion zu stärken.

Täglich bewegen sich mehr als 232.000 Menschen zwischen Frankreich, Belgien, Deutschland und Luxemburg. Die Großregion ist eine gelebte Realität – wird jedoch von wenigen Menschen als solche wahrgenommen. Das legt jedenfalls die Analyse des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion nahe. Oliver Groll, der künftige Präsident des Ausschusses, spricht von einem “Problem der Selbstverständlichkeit des Fortschritts”. Auch für den aktuellen Präsidenten Jean-Claude Reding habe das politische Projekt der Großregion leider etwas an Schwung verloren.

Der Ausschuss will die Großregion hingegen wieder dynamischer und handlungsfähiger gestalten und plädiert für zwei Dinge: mehr Kompetenzen und mehr Gelder. Zum einen soll die Großregion eine Experimentiererlaubnis erhalten, um grenzüberschreitende Projekte zu realisieren.

Zum anderen plädiert der Ausschuss für die Schaffung eines Fonds der Großregion. Dieser soll den Politikern der Großregion die Möglichkeit geben, grenzüberschreitende Projekte direkt zu realisieren – ohne den Umweg über nationale Parlamente oder EU-Ebene zu gehen. Durch beide Maßnahmen würde die Großregion autonomer werden. Der Ausschuss erwartet sich davon eine handlungsfähigere Großregion, die besser auf Herausforderungen wie Mobilität, Ausbildung oder Digitalisierung reagieren kann.

1 Kommentar

  1. Ech verstinn einfach net, fiirwat keng rieseg Appartementsquartieren no un de Grenze gebaut gin. Zuch/Trolleybus-Linnen dertescht a färdeg. Wéini fänke mer endlech un grouss ze dénken? 200.000 Leit déi iwwer 60-100km all Dag pendlen, dat as dach komplett mell.

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