Von Laurent Graaff und Luc Laboulle

Die Asbl. der Europäischen Kulturhauptstadt Esch 2022 will offenbar einen neuen Generalkoordinator suchen. Tageblatt-Informationen zufolge wurde im Rahmen einer Sitzung einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe in der vergangenen Woche beschlossen, die Stelle des Generalkoordinators neu auszuschreiben. In einer Mail an die Bürgermeister der Südgemeinden, die dem Tageblatt vorliegt, betont Escher Bürgermeister Georges Mischo, dass den beiden aktuellen Koordinatoren eine neue Stellung im Organigramm vorgeschlagen werde. Ob sie diese annehmen werden, ist noch unklar.

Der Vertrag des Generalkoordinators Andreas Wagner und der künstlerischen Leiterin Janina Strötgen läuft Ende Juni aus. Nach dem politischen Wechsel in Esch im vergangenen Oktober hatte es eine Polemik über ihre Vertragsverlängerungen gegeben. Mischo hatte den beiden in einem Tageblatt-Interview am 28. März 2018 sogar mangelnde Finanzkompetenz vorgeworfen.

Noch ist die Entscheidung über das neue Organigramm aber nicht offiziell. Am 30. Mai muss noch der erweiterte Verwaltungsrat darüber abstimmen. Aufgrund der neuen Zusammensetzung des Verwaltungsrats dürfte es sich dabei aber nur noch um eine Formalität handeln.

Käerjeng hat sich noch nicht entschieden

Laut unseren Informationen soll sich auch die Gemeinde Käerjeng mittlerweile für eine Teilnahme an der Europäischen Kulturhauptstadt ausgesprochen haben. Dies hat Bürgermeister Michel Wolter allerdings dementiert. “Die Position unserer Gemeinde ist seit anderthalb Jahren unverändert. Wir hätten gerne eine Struktur und ein Finanzkonzept die stimmig sind. Wenn das bis alles auf dem Tisch liegt, werden wir uns als Gemeinde beraten. Wir hoffen, dass dies noch vor den Sommerferien möglich ist.

(Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde nach der Stellungnahme vom Käerjenger Bürgermeister aktualisiert)

 

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