In der “Ecole internationale” in Differdingen scheint es ein Parkplatzproblem zu geben. Bildungsminister Claude Meisch sieht keinen dringenden Handlungsbedarf. Spätestens 2020 soll eine Lösung vorliegen.

Das Thema Parkplätze ist in Luxemburg ein wunder Punkt. 482.001 Fahrzeuge sind im Großherzogtum gemeldet. Der weitaus größte Teil (rund 83,6 %) sind Autos. Hinzu kommen noch die fast 200.000 Grenzgänger, die jeden Tag die Grenze zum Teil mit ihrem Wagen überqueren. Und alle diese Fahrzeuge müssen irgendwo abgestellt werden.

Auch in der “Ecole internationale” in Differdingen ist von einem Mangel an Parkplätzen die Rede. Diese Information liegt zumindest dem CSV-Abgeordneten Paul Galles vor. Er will in einer parlamentarischen Anfrage bestätigt wissen, ob es wirklich zu wenige Parkplätze für das Schulpersonal gibt. Wie Bildungsminister Claude Meisch (DP) allerdings erklärt, waren schon bei der Planung des neuen Schulgebäudes überhaupt keine Parkplätze für das Personal vorgesehen.

Nicht mehr kostenlos

Auf Tageblatt-Nachfrage beim Schuldirektor der “Ecole internationale” Gérard Zens zeichnet sich ein leicht anderes Bild der Parkplatz-Situation in Differdingen ab: “Nicht der Mangel an Parkplätzen ist das Problem. Es gibt in der Nähe des Bahnhofs viele Parkplätze, doch die sind seit einiger Zeit nicht mehr kostenlos. Zusätzlich können sich vor den Bezahlautomaten kleinere Staus bilden.”

Der Minister weist zudem darauf hin, dass die “Ecole internationale” gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen sei. Weniger als 500 Meter von der Schule entfernt befindet sich der Bahnhof in Differdingen. Dass der öffentliche Verkehr  nicht für jeden Mitarbeiter der Schule die optimale Lösung sei, das versteht Schuldirektor Zens sehr wohl: Die Verteilung der Schulgebäude auf verschiedene Standorte in Differdingen und Esch würde eine gewisse Mobilität verlangen, erklärt der Direktor.

Doch für die Autofahrer ist eine Lösung in Sicht: Wie in der Vergangenheit bereits angekündigt, baut die Stadt Differdingen einen weiteren Parkstandort mit mehr als 800 Plätzen ganz in der Nähe der Schule. 150 Stellplätze sollen zudem vom Bildungsministerium gemietet werden. Spätestens nach September 2020, wenn dieser zusätzliche Parkplatz öffnet, müssten also die Parkprobleme des Differdinger Schulpersonals gelöst sein.

1 Kommentar

  1. Die Schüler*innen der ” école internationale ” , allesamt aus wohlhabenderen Verhältnissen, werden per Helikopter eingeflogen und somit ist das Parkplatzproblem zumindest für sie gelöst. Das Schulpersonal wird wohl oder übel aufs Fahrrad umsteigen müssen. Dass aber bereits bei der Planung des neuen Schulkomplexes keine Parkplätze für das Schulpersonal vorgesehen waren, ist ein Witz. Schilda pur!

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