Die Diskussionsrunde zur lokalen Wirtschaftslage findet im Zweijahresrhythmus in Düdelingen statt, mit dem Ziel, den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft zu fördern. Dieses Mal drehte sich das Treffen auch um die Herausforderung, die die Digitalisierung für Arbeitszeiten und -recht bedeutet.

„Die Stadt sieht sich als Partner bei der Entwicklung ihrer Unternehmen“, sagte Bürgermeister Dan Biancalana (LSAP) am Mittwoch im Festsaal des Rathauses. Düdelingen sei ein wichtiger Standort in Bezug auf die Politik der Dezentralisierung. Die Stadt beherberge eine Vielfalt von Einrichtungen und Anlaufstellen auf lokaler und regionaler Ebene.

Zu den neuesten Entwicklungen der Stadt gehören die Arbeiten zur Phase zwei des Shared Space, das Abhalten der ersten „Assises du commerce“ vor ein paar Wochen wie auch die Grundsteinlegung des Bildungshauses in dem sich in der Entstehung befindenden Viertel „Lenkeschléi“. In der nächsten Zeit werden einige neue Geschäfte in Düdelingen eröffnen. Mit die größte Herausforderung wird die Errichtung des CO2-neutralen Viertels „Neischmelz“ sein, in dem das industrielle Erbe größtenteils bestehen bleiben soll: Von insgesamt 23 Industriegebäuden stehen 18 unter Denkmalschutz. Dazu gehört die „Maison des chercheurs“ für Forscher und Studenten, die zum nächsten Studienjahr eröffnet werden soll. Zudem gibt es eine Konvention mit der Uni Luxemburg, die Forschungsprojekte in den Bereichen Migration, Logistik und Stadtentwicklung vorsieht. Die Gemeindeverwaltung bleibt weiterhin der zweitgrößte Arbeitgeber auf dem Stadtgebiet.

Kein Sozialdumping 

Beschäftigungsminister Dan Kersch (LSAP) ging auf die Digitalisierung als neue Herausforderung ein, mit vielen potenziellen Risiken, die jedoch ebenso eine neue Chance darstellen könne. „Wir müssen wachsam bleiben“, mahnte der Minister. Es gebe noch einige Unklarheiten mit vielen Unbekannten.

In Zukunft würden sich neue Formen der Arbeit herausschälen, während andere Beschäftigungen wegfallen oder sich verändern. Dies bedeute auch Veränderungen in den Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Für beide Seiten müsse die Flexibilität erhöht werden, ohne die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmer zu vernachlässigen. Sozialdumping müsse verhindert und die nationale Gesetzgebung angepasst werden. Ruhepausen müssten unbedingt eingehalten werden. Das Recht auf Abschalten sei ebenfalls wichtig. Ein weiterer zentraler Punkt sei die stetige Fortbildung der Arbeitnehmer, um ihre Kompetenzen, vor allem die sogenannten „digital skills“, zu erhöhen. Zum Schluss rief der Minister die anwesenden Unternehmen dazu auf, Kollektivverträge in ihren Betrieben einzuführen. Dies sei eine Win-win-Situation für beide Parteien.

Mit am Tisch saßen neben Vertretern der lokalen Unternehmen Bürgermeister Biancalana, Minister Kersch und Fabio Scolastici als Vertreter der ADEM und des Düdelinger „Service local de l’emploi“.

1 Kommentar

  1. “In der nächsten Zeit werden einige neue Geschäfte in Düdelingen eröffnen.”

    Lasst mich raten. Die Gemandei zahlt die teure Miete und vermietet für 1€/Monat an angehende Geschäftsleute, mit oft hirnrissigen Konzepten, die sogar bei 1€ Miete den Bach runtergehen in 6 Monaten.

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