Mit dem Projekt “Är Iddie fir de Bus vu muer” will sich das Verkehrsministerium zusammen mit den Bürgern den modernen Herausforderungen an das Bussystem stellen. In landesweiten Workshops sollen gemeinsame Lösungen für die sich verändernde Mobilität gefunden werden.

“Wir werden das Verkehrsnetz des öffentlichen Transports grundlegend neu organisieren”, erklärt Danielle Frank, Pressesprecherin des Verkehrsministeriums. “Seit seinem Entstehen wurde es nie umstrukturiert, sondern immer nur das Nötigste angepasst.” Mit dem neuen System sollen dann nicht nur die Kosten und Emissionen gesenkt werden, sondern auch der öffentliche Verkehr soll dadurch besser funktionieren. Bisher seien die Informationsabende über die Anpassungspläne sehr gut angenommen worden. In einer zweiten Phase zähle man nun auf die Mitarbeit der Bürger.

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Neue Herausforderungen

“Die Anforderungen, die heute an das Bussystem gestellt werden, haben sich stark verändert”, sagt Alex Kies vom öffentlichen Transport. “Wir wollen uns in den Workshops vor allem mit drei wichtigen Fragen beschäftigen: Wie können wir einen besseren Transport in den Stoßzeiten garantieren? Welche Bedürfnisse hat die Bevölkerung in den ‘Zwischenzeiten’? Und welcher Busverkehr macht am späten Abend und am Wochenende Sinn?”

“Bisher war das Verkehrsnetz immer auf Luxemburg ausgerichtet. Aber mittlerweile haben sich andere regionale und lokale Zentren gebildet, die einen besseren Anschluss an den öffentlichen Transport fordern”, erklärt Kies weiter. “Mit dem neuen Mobilitätsverhalten sind viele Veränderungen erforderlich.” Dazu gehören etwa kleinere Fahrzeuge, höhere Fahrfrequenzen, andere Streckenverläufe, neue Buslinien, mehr Elektromobilität und mehr Einsatzkräfte.

Seit zwei Jahren setzt man im öffentlichen Transport auch auf eine neue Software, die die Buslinien organisiert. Zusammen mit den Vorschlägen der Bevölkerung und ausführlichen Studien sollen die Pläne für die Reform des öffentlichen Transports ab Anfang 2019 umgesetzt werden.

Die Daten der “Är Iddie fir de Bus vu muer”-Workshops:

– Esch-Belval, Mittwoch, 11.10., “Halle des poches à fontes”
– Ettelbrück, Dienstag, 17.10., “Däichhal” (Säle 1+2)
– Steinfort, Donnerstag, 19.10., “Centre Roudemer”
– Echternach, Mittwoch, 25.10., “École fondamentale” (“Salle des fêtes”)
– Mersch, Donnerstag, 26.10., “Maison relais Nic Welter” (“Salle des fêtes”)
– Itzig, Mittwoch, 8.11., “Sall am Duerf”
– Remich, Dienstag, 14.11., “Hall sportif ‘Gewännchen'”
– Clerf, Donnerstag, 16.11., Pavillon

Die Workshops beginnen jeweils um 19.00 Uhr und dauern zwei bis drei Stunden.

3 Kommentare

  1. Kosten und Emissionen auf die Nachfrage anpassen. Wo fast keine Nachfrage während 5 Jahren oder mehr besteht kann ein viel kleinerer Bus eingesetzt werden oder nur ein Rufbus. Die ist in vielen Dörfern im Ösling deutlich der Fall. Der Busfahrer soll nicht nur Luft transportieren. Seine Arbeit soll einen Sinn haben.

  2. Der Einzelne kennt in der Regel seine persönliche Situation, aber er verfügt über kein Zahlenmaterial das ihm ermöglichen würde, bei der Neugestaltung eines ganzen Busnetzes mitzureden. Der Einzelne ist also von vornherein den Moderatoren der Workshops unterlegen.
    Wünscht der Einzelne sich gute Direktverbindungen von A nach B, wird er sich belehren lassen müssen, er sei der Einzige der von A nach B wolle. Also wird er seine sieben Sachen einpacken und frustriert von dannen ziehen.

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