Seit 20 Jahren organisiert die NGO Rosa Lëtzebuerg das Gaymat – ein Festival für queere Menschen. In diesem Jahr heißt die Party aber anders: Im Juli wird unter dem Motto “Luxembourg Pride” gefeiert. 

Die Organisatoren des Queer-Festivals Gaymat haben beschlossen, den Namen der Veranstaltung zu ändern. “Ein Event, das interessant für seine Besucher bleiben will, muss sich regelmäßig hinterfragen”, schreiben die Organisatoren auf ihrer Internetseite. Man habe bemerkt, dass nicht mehr alle Besucher verstehen, wofür der Name “Gaymat” eigentlich steht. Vor allem englischsprachige Besucher hätten Verständnisprobleme – denn das Wortspiel funktioniert nur auf Luxemburgisch.

Das Wort “Gaymat” setzt sich aus dem englischen “gay” für schwul und dem luxemburgischen “mat” zusammen. Dadurch entsteht eine Anspielung auf “Géi mat”, also “Gehe mit” auf Luxemburgisch. Der Name würde nicht mehr für das stehen, was eigentlich Ziel der Veranstaltung sei: Inklusion. “Wir wollen mit diesem Rebranding ausdrücklich jeden aus der ganzen Gesellschaft einladen und mit einbeziehen”, schreiben die Veranstalter.

Das “Street Fest”, der bekannteste Teil der einwöchigen Veranstaltung, bei dem unter anderem eine Parade durch die Südstadt Esch zieht, wird in diesem Jahr am Wochenende des 13. und 14. Juli stattfinden. Das Gaymat – oder eben nun “Luxembourg Pride” – feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum. Das Festival wird von der Rosa Lëtzebuerg asbl. organisiert und soll auf Probleme von queeren Menschen in Luxemburg aufmerksam machen.

7 Kommentare

        • “Queer”, ursprünglich negativ bewertet, bedeutet eigentlich “abweichend von der Norm”. Damit waren früher hauptsächlich Homosexuelle gemeint.
          Die LGBTIQ-Community hat sich dieses Wort jedoch zueigen gemacht und über Jahrzehnte dafür gesorgt, dass der abwertende Charakter des Wortes verschwunden ist.

          Man kann es heute als Sammelbegriff für alle nicht eindeutig hetero-normative Menschen verstehen.
          Das GayMat bzw. der Luxembourg Pride hat nicht den Anspruch jemanden auszuschließen, sondern setzt auf eine Einladung an alle, die die bunte Vielfalt der Gesellschaft feiern wollen.

  1. ” Sollen Priester heiraten dürfen?”
    ” Natürlich! Wenn sie sich lieben!”

    Gilt natürlich für alle Gleichgeschlechtlichen die in einer innigen Beziehung leben. “Queer” ist wohl eine diskriminierende Bezeichnung für Homo’s. Das ist wohl gedacht bei der Sache. Ich kenne einige ” Queers” und die sind schwer in Ordnung.

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