Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn besucht am Donnerstagabend die Universität Trier, um über die europäische Migrationspolitik zu reden. Er folgt damit einer Einladung von Dr. Johannes Nebes, der ihm in einem „berührenden“ Brief seine Begeisterung für Afrika mitgeteilt habe.

Asselborn erklärt eingangs seiner Rede: „Ich bin kein Afrika-Kenner. Ich bin kein Migrationsexperte.“ In seinem Vortrag ging der Luxemburger auf die europäische Migrationspolitik ein und wies auf die „unzumutbare Belastung“ hin, die der Flüchtlingsstrom für Griechenland und Italien bedeuten würde. Die Flüchtlingskrise, ausgelöst durch Konflikte in den afrikanischen Staaten und im Nahen Osten, habe in Europa dazu geführt, dass „europäische Werte nationalen Egoismen gewichen“ sind, so Asselborn.

Legale Einwanderung und europaweite Umverteilung

Der luxemburgische Außenminister forderte eine Reform des europäischen Asylsystems, die nur mit mehr Solidarität und Verantwortungsbewusstsein zu erreichen wäre. Zudem müsse es eine europaweite Umverteilung geben und die legale Einwanderung müsse erleichtert werden, erklärte Asselborn.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Hochschulgruppe „Ansätze für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit in Afrika“ der Universität Trier.

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