Chris Rodesch

Wo geht es 2026 hin für Chris Rodesch? Seine bisher beste Weltranglistenplatzierung erreichte der FLT-Spieler mit Rang 150 im vergangenen Juli. Diese ging einher mit seinem Aufritt in Wimbledon, wo er als erster Luxemburger seit Gilles Muller das Hauptfeld eines Grand Slams erreichte. In den darauffolgenden Monaten wurde Rodeschs starke Form jedoch durch Verletzungen gebremst, sodass er bis zum Jahreswechsel auf Platz 210 der ATP-Weltrangliste zurückfiel. Bei den Australian Open startet der 24-Jährige nun im Januar in die neue Saison – mit dem klaren Ziel, sportlich noch weiter nach vorne zu kommen als 2025. In den kommenden Monaten peilt Rodesch den Einzug in die Top 100 der Weltrangliste an. Zudem steht Anfang Februar im Davis Cup die Relegation gegen die Ukraine auf dem Programm. Für die FLT-Herren die einmalige Chance, ihren Platz in der Weltgruppe I zu verteidigen. Gute Erinnerungen haben die Luxemburger jedenfalls an die heimische Coque, wo vor einem Jahr gegen Litauen der historische Aufstieg gelungen war.
Emma Barthel und Co.

Mit drei Landesrekorden hat Emma Barthel in den vergangenen Wochen für Aufsehen im nationalen Schwimmsport gesorgt. Erst verbesserte sie die zehn Jahre alte nationale Bestmarke von Monique Olivier über 200 m Lagen auf 2:20,89 Minuten, womit sich die 15-Jährige sogar für die EM der Seniors im Sommer 2026 in Paris qualifizierte. Dann legte sie über 400 m Lagen nach und trat mit einer Zeit von 4:55,85 Minuten ebenfalls in die Fußstapfen von Olivier, ehe sie ihren eigenen Landesrekord über 200 m Brust auf 2:35,34 Minuten drückte. Sie zählt zu den vielversprechenden Talenten im luxemburgischen Schwimmsport, ebenso wie Lou Jominet und Leeloo Reinesch. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften Anfang Dezember waren mit den beiden Letztgenannten erstmals seit 2022 – nach der Ära Julie Meynen/Monique Olivier – wieder zwei FLNS-Schwimmerinnen bei einer großen internationalen Meisterschaft vertreten. Entsprechend gespannt darf man auf ihre Entwicklung in den kommenden Monaten sein.
Marie Schreiber

Früh im Jahr steht bereits das große Highlight für Marie Schreiber an: das WM-Rennen der Damen im Cyclocross am 31. Januar. Nachdem sie letztes Jahr die WM-Silbermedaille bei den Espoirs gewann, tritt sie ab diesem Jahr bei der Elite an. Die Strecke im niederländischen Hulst ist der 22-Jährigen bestens bekannt. Vergangene Saison siegte Schreiber beim Weltcup in Hulst. Nachdem sie in dieser Saison nur schwer in die Spur fand und einige Rückschläge verkraften musste, kommt die Landesmeisterin wieder besser in Tritt. Bis Ende Januar hat sie nun noch ein paar Rennen Zeit, um zur Topform zu finden.
Die Sportler des Jahres 2025

Nach den Erfolgen von Patrizia Van der Weken und Ruben Querinjean in den vergangenen Monaten stellt sich die Frage, welche nächsten Schritte für die Sportler des Jahres 2025 folgen. Kann Van der Weken bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Polen ihre Medaille wiederholen? Gelingt ihr im Sommer über 100 Meter das Knacken der magischen Elf-Sekunden-Marke? Und ist nach ihren Erfolgen in der Halle auch bei der Freiluft-Europameisterschaft im August in Großbritannien Edelmetall möglich? Auch Ruben Querinjean darf bei der EM in Birmingham von einer Medaille träumen. Mit seinen starken Leistungen in den vergangenen Monaten hat er unter Beweis gestellt, dass er zu den besten europäischen Hindernisläufern zählt.
Die Basketball-Youngsters

Neben Magaly Meynadier und Anne Simon sollten 2026 auch die drei großen Talente des luxemburgischen Damenbasketballs im Auge behalten werden. Ehis Etute bekommt in ihrem zweiten Jahr im US-amerikanischen College-Basketball bei den Oregon Ducks immer mehr Spielzeit und hat in den letzten Wochen vor allem ihre Qualitäten im Rebound unter Beweis gestellt. Beim Team, das in der starken Big Ten Conference antritt, gehört sie in dieser Sparte inzwischen bereits zu den stärksten Spielerinnen. Ihre Schwester Isi hat im letzten Sommer den Sprung an die bekannte IMG Academy in Florida gewagt und wird ihrer Schwester in der kommende Saison ans College folgen, wo sie für die renommierte UCLA auflaufen wird. Im letzten November war die erst 17-Jährige im Nationalteam, genauso wie Dionne Madjo, bereits in der Starting Five gesetzt. Madjo, auch erst 18 Jahre alt, tritt derzeit in der höchsten französischen Liga für Charleville-Mézières an. Gespannt darf man sein, wie die drei Youngsters sich in den kommenden zwölf Monaten weiterentwickeln werden.
Jenny Warling

Wenn es eine Luxemburger Sportlerin gibt, die nach schweren Verletzungen immer wieder den Weg zurück an die Weltspitze fand, dann ist es mit Sicherheit Jenny Warling. Das Ende des Jahres 2025 war von einer Offenlegung der Zustände beim Karateverband geprägt – und ihrem Versprechen: Warling hat öffentlich mitgeteilt, noch nicht reif für ein Karriereende zu sein. Sie will sich für die World Games 2029 qualifizieren. Im Mai startet die 31-Jährige bei der Europameisterschaft in Frankfurt.
Laura Miller und die FLF-Frauen

Sie ist die erste Luxemburger Fußballerin in der deutschen Bundesliga: Laura Miller überwintert mit Nürnberg auf Platz zehn der Tabelle. Sowohl im Verein als auch mit der Nationalmannschaft lautet das Ziel der nächsten sechs Monate, die Klasse zu halten: Die FLF-Nationalmannschaft hat nach dem Aufstieg in die Liga B (der Nations League) ein schweres Programm: Schottland, Israel und Belgien heißen die drei Gegner.
Mathieu Kockelmann

In seiner ersten Saison als WorldTour-Profi darf man gespannt sein, in welche Rolle der 21-Jährige schlüpfen wird und wie er sie ausfüllen wird. Bei Lotto Intermarché hat er einen Vertrag bis Ende 2027 und wird diese Saison wohl erst mal nutzen, um sich an das Niveau zu gewöhnen. Dass er das Potenzial hat, Siege einzufahren, zeigte er bereits letzte Saison. Sowohl bei der Tour de l’Avenir als auch bei der Tour de Luxembourg gelang Kockelmann ein Sieg im Sprint.
Leandro Barreiro

Geduld zahlt sich aus. Leandro Barreiro hat sich bei Benfica zur ersten Wahl von Trainer José Mourinho entwickelt: In der Champions League erzielte er zuletzt zweimal hintereinander ein Tor gegen Ajax und Neapel – und spielte beide Male durch. Obschon er kurz vor dem Jahreswechsel von einer Fußverletzung gebremst wurde und Benfica schon acht Punkte Rückstand auf Porto hat, kann man sich auf das Fußballjahr des 25-Jährigen freuen. Erwähnt werden muss an dieser Stelle ebenfalls die außergewöhnliche Saison von FLF-Kapitän Laurent Jans, der mit Waasland-Beveren nach 19 Spieltagen noch keine Niederlage hinnehmen musste. Er träumt von einem magischen Frühling inklusive des Aufstiegs in die erste Liga Belgiens.
Jeanne Lehair

Dass Triathletin Jeanne Lehair in der Weltspitze angekommen ist, hat sie im letzten Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In Yokohama konnte die 29-Jährige bekanntlich erstmals in ihrer Karriere ein WTCS-Rennen gewinnen, sicherte sich zudem den Gesamtsieg beim SuperTri, einer Wettbewerbsreihe, die für innovativen und schnellen Triathlon steht. Frust hinterließ jedoch die Tatsache, dass sie beim WTCS-Finale in Australien einen Podestplatz in der Gesamtwertung noch vergab. 2026 dürfte sie sicherlich hier einen neuen Versuch starten. In Luxemburg wird Lehair übrigens am 11. Januar beim Aquathlon in der Coque zu sehen sein.
Jeff Strasser

Es war ein undankbarer Start, den Jeff Strasser als FLF-Nationaltrainer erlebte. Trotz starker Momente (besonders zu Hause) reichte es nicht, um die ersten Punkte als Coach einzufahren. Im März wird sich zeigen, ob seine Handschrift bis dahin erkennbar ist. Dann geht es in den Nations-League-Play-offs um den Klassenerhalt in der Liga C.
Victor Bettendorf

Das Jahr endete für Victor Bettendorf mit gleich zwei Siegen bei der London International Horse Show. Der 34-Jährige war in den letzten Jahren einer der konstantesten luxemburgischen Sportler. Umso beeindruckender, da er sich in den letzten Monaten immer wieder von seinen besten Pferden trennen musste.
De Maart
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