2. Januar 2026 - 16.06 Uhr
Akt.: 2. Januar 2026 - 16.07 Uhr
3x3-BasketballPremierenturnier ist ein voller Erfolg: Zukunftsvisionen bei Special Olympics
Als am Montag zur Mittagszeit die Teilnehmer am ersten 3×3-Unified-Basketballturnier ihre Medaillen aus den Händen von Sportministerin Martine Hansen, dem Technischen Direktor der FLBB, Ken Diederich, sowie den Bürgermeistern der verschiedenen Moselgemeinden erhielten, konnte man ausschließlich zufriedene Gesichter sehen. Bei Special Olympics ist nämlich eines garantiert, es gibt nur Gewinner. Besonders wenn es die Sparte Inklusion betrifft.
Es ist ein viel schnelleres Spiel, ohne Seitenwechsel, und verlangt viel Anpassung an die jeweiligen Situationen
Chris Cuppens, verantwortlich für den sportspezifischen Bereich dieser Premiere des lokalen Veranstalters Special Olympics Luxemburg, versuchte die besondere Atmosphäre der drei Sporttage in Worte zu fassen. „Die Stimmung war außergewöhnlich, auch weil das Turnier zwischen Weihnachten und Neujahr stattfand. Normalerweise nutzt man diese Tage, um sie mit der Familie zu verbringen. Aber alle haben entschieden, nach Luxemburg zu reisen und diese Zeit mit Freunden und Basketball zu teilen. Beim Unified Sports betreiben Spieler mit und ohne intellektuelle Beeinträchtigung zusammen Sport. Es gibt keine Unterschiede, das ist das wichtigste Merkmal. Special Olympics beweist, dass es um viel mehr als nur um Sport geht. Freundschaft, gute Zeit verbringen, auch nach den Spielen in der Jugendherberge, hat seine Bedeutung.“
Die soziale Komponente spielt also eine wesentliche Rolle. Aber Special Olympics besitzt ein spezifisches System, das so genannte Divisioning, um die verschiedenen sportliche Unterschiede auszugleichen und aufgrund einer guten Gruppeneinteilung einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen. Als Mitglied der europäischen UNEX-Gruppe (Unified Experts) war Cuppens mit seinem Beobachter-Team ein Garant für homogene Gruppen. Mit Hilfe der speziell entwickelten POMI-App (Principle Of Meaningful Involvement) konnte auch gewährleistet werden, dass jedes Teammitglied seine Spielzeit erhielt und aktiv auf dem Parkett teilnehmen konnte.
„3×3-Basketball ist recht neu auf der Agenda von Special Olympics. Es erfordert ein spezifisches Training. Im Moment ist die Rolle der Partner mehr darauf ausgelegt, den Sportlern zu helfen, sich zurechtzufinden und die neuen Regeln zu lernen. Auf dem Parkett sind jedoch alle gleich und jeder kann Körbe erzielen. Die Partner waren hier zu nett und vergessen manchmal, dass sie auch Basketballspieler sind. Sie versuchen oft zu sehr, ihre behinderten Mitspieler in Szene zu setzen“, so Cuppens über die sportliche Komponente. „3×3-Basketball gehört im Generellen die Zukunft. Viele Aktionen, viele Körbe, bei der FIBA, aber auch bei Special Olympics. Auf einem lokalen Level ist es auf jeden Fall einfacher, ein 3×3-Team aufzustellen, als ein reguläres. Und man kann es überall spielen.“
Erst kürzlich in die Disziplin gestartet
Neuland war das 3×3-Basketball keineswegs für den Schiedsrichter Michael Vanglovskij, aber für ihn war es der erste Kontakt mit Special Olympics. Vanglovskij, der in einem Fünfer-Team von FLBB-Referees an den drei Wettkampftagen präsent war, war angetan von der guten Organisation. „Ich begrüße es, dass solche Turniere stattfinden. Es gab viele Spiele und eine gute Einteilung in verschiedene Level. Die Teams im Level A haben richtig guten Basketball gespielt. Man sieht, dass sie es lieben, sich mit anderen zu messen und Kontakt zu anderen Teams zu haben.“
Schon länger hat Julie Schiel Kontakt zu Special Olympics. Als Partnerin ist sie in der Basketball-Mannschaft aktiv. Beim Turnier in Stadtbredimus übernahm sie die Rolle des Coaches und konnte von einer positiven Erfahrung berichten. „Ich bin sehr zufrieden mit den drei Tagen Wettbewerb. Es ist eine gute Erfahrung, sowohl für die Partner als auch die Spieler. Alle sind über sich hinausgewachsen. Sie haben sich stetig verbessert und viele neue Kompetenzen erlernt.“ Dabei bringt der Wechsel vom traditionellen Basketball zum 3×3 viele Änderungen mit sich. „Es ist ein viel schnelleres Spiel, ohne Seitenwechsel, und verlangt viel Anpassung an die jeweiligen Situationen. Das Ganze wird dadurch erschwert, dass Coaching von außen nicht erlaubt ist. Mehr Autonomie ist also erfordert. Das Coaching muss der Partner auf dem Feld somit übernehmen.“
Eine positive Entwicklung steht also für die beiden luxemburgischen Teams zu Buche. Immerhin ist man erst vor kurzem in diese neue Disziplin gestartet. Mit dem Turnier tut man einen riesigen Schritt nach vorne und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf Quotenplätze im 3×3-Basketball für die nächsten Weltsommerspiele von Special Olympics, die im Oktober 2027 in Santiago de Chile stattfinden.
De Maart














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