In einem zerfahrenen ersten Spiel im neuen Jahr fanden beide Mannschaften nur schwer ihre Offensivstärken und so entwickelte sich ein Duell mit wenig erzielten Punkten. Dabei kam die Sparta über die ganze Spielzeit auf gerade mal 32 Prozent Trefferquote, während die Etzella ihre an sich gefürchtete Dreierquote nach 2 aus 17 immerhin noch etwas in Halbzeit zwei anheben konnte (5/27).
Die Hausherren erwischten dabei den besseren Start (7:0, 3.), doch die Gäste fanden mit stabilerer Defensive schnell zurück ins Spiel (11:11, 8.). Im zweiten Viertel blieb die Partie sehr zerfahren und beide Mannschaften verwickelten sich immer mehr in Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann. Zudem führten Software-Probleme am offiziellen Tisch zu einer weiteren Unterbrechung, die keine Rhythmus aufkommen ließ. Am Ende erzielten Adrian Delph, Nicholas Davis und Tim Schomer mit sieben Punkten in Folge die Halbzeitführung (30:23).
Nach dem Dreh setzten sich die Ettelbrücker weiter ab und erhöhten durch den starken Nicholas Davis, der mit 25 Punkten und 14 Rebounds klar Gegenspieler Victor Iwuakor in den Schatten stellte, auf 12 Punkte (45:33, 28.). Der „Man of the Match“ rückte dabei die gesamte Teamleistung in den Vordergrund: „Wir haben heute sehr gut verteidigt und konnten aus der guten Defensive geduldig in der Offensive agieren und brauchten so nichts zu erzwingen.“ Am Anfang des Schlussviertels warfen die Bartringer nochmals alles in die Waagschale und insbesondere der agile Philippe Arendt zog seine Teamkameraden nochmals mit (55:48, 34.).
Billy McDaniel erstickte jegliche Hoffnung jedoch im Keim, als er kurz später einen Meter hinter der Dreierlinie traf (58:48, 35.) und seine Farben nun bis zum Schluss jederzeit eine Antwort parat hatten. Yannick Verbeelen hatte trotz der stockenden Offensive auf eine Wende gehofft: „In der zweiten Halbzeit fanden wir endlich mehr Lösungen in der Offensive, doch vielleicht haben wir es am Ende nicht geduldig genug ausgespielt und der Rückstand im dritten Viertel war einfach zu hoch.“ Für das Pokalhalbfinale gegen die Fels sieht der Bartringer die zweite Niederlage in Folge eher als Warnung: „Die Niederlagen kommen eventuell sogar zur richtigen Zeit, da uns dadurch aufgezeigt worden ist, was noch nicht in unserem Spiel funktioniert und worauf wir mehr achten müssen. Wir wissen, was wir können, und müssen das nächste Woche wieder zeigen.“ Währenddessen freut sich der Ettelbrücker Nicholas Davis auf sein erstes Pokalspiel in der Coque: „Mit dem guten Lauf ist kein Druck da und ich freue mich riesig auf das erste große Spiel in Luxemburg. Natürlich wollen wir ein gutes Spiel abliefern und gewinnen, um einen nächsten Titel zu holen.“
Statistik
„T“-Bestnote: Nicholas Davis (Etzella Ettelbrück)
Viertel: 15:13, 15:10, 18:15, 21:23
Etzella: Davis 25, Delph 16, McDaniel 9, P. Gutenkauf 7, F. Gutenkauf 5, Zenners 3, Henkel 2, Schomer 2
Bartringen: Williams 16, Verbeelen 12, Iwuakor 9, Arendt 8, Logelin 5, Holsten 5, Stein 3, Hittelet 3
Schiedsrichter: Malané/Kerschen/Hermann
Zuschauer: 400 zahlende
Zwei altbekannte Gesichter
Beim Duell Arantia gegen Contern, das die Felser problemlos für sich entschieden, feierten zwei Spieler ihr Comeback. Beim Tabellenletzten Contern kam Mihailo Andjelkovic, der sich gleich zu Beginn der Saison verletzt hatte, nachdem er nach einer zweijährigen Basketball-Pause in Contern wieder durchstarten wollte, wieder zum Einsatz. Bei Contern fungiert derweil Lazar Lukic nicht mehr im Kader.Bei den Felser kündigte Mykolas Maindron nach der Saison 2024/25 an, eine Auszeit vom Basketball zu nehmen zu wollen. Im ersten Spiel des Jahres streifte er jedoch das Felser Trikot wieder über. „Ich bin während ein paar Monaten gereist. Ich benötigte Zeit für mich“, erklärte Maindron, der seit Mitte Dezember wieder im Land ist und dessen Rückkehr aufs Feld sowie sein erster Dreier von den Anhängern gefeiert wurden. „Das Team hat sich zwar verändert, aber der Kern der Mannschaft und der Coach sind geblieben. Für mich gilt es jetzt, wieder den richtigen Rhythmus zu finden“, ergänzte Maindron, der die Arantia somit im Hinblick auf das Pokalhalbfinale kommende Woche gegen die Sparta sowie in der entscheidenden Phase der Saison verstärken wird. (B.G.)
De Maart
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