3. Januar 2026 - 9.29 Uhr
BasketballDie Generalprobe vor dem ersten Highlight
Spitzenspiel: Im luxemburgischen Basketball wird es in den kommenden Wochen Schlag auf Schlag gehen. Bereits am Wochenende geht es mit der Enovos League weiter und da wartet auch gleich das absolute Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer Bartringen und seinem ärgsten Verfolger Ettelbrück. Für die Sparta endete 2025 nicht ganz so wie erhofft. Nachdem das Team um Kapitän Victor Stein mit einer Serie von elf Siegen in die Saison gestartet war, gab es ausgerechnet am letzten Spieltag vor Weihnachten mit dem 82:85 gegen Fels die erste Niederlage. Lange Zeit, darüber nachzudenken, blieb den Bartringern jedoch nicht, denn bereits am Sonntag wartet mit der Etzella der nächste harte Brocken. Ettelbrück dürfte derzeit das formstärkste Team sein, besitzt nach dem zwölften Spieltag nicht nur die stärkste Offensive (94,8 Punkte im Schnitt), sondern auch die beste Defensive (73,6 Punkte im Schnitt). Seit sechs Spielen ist der amtierende Meister ungeschlagen, besiegte im Dezember etwa den derzeitigen Tabellendritten Arantia deutlich mit 87:60. Gespannt darf man also auf das Kräftemessen direkt zu Beginn des neuen Kalenderjahres sein. Mit einem Sieg auf mehr als fünf Punkte würde das Team von Coach Gavin Love jedenfalls in der Tabelle an der Sparta vorbeiziehen. Das Hinspiel hatte Bartringen Ende September mit 83:78 gewonnen, damals fehlte bei Ettelbrück allerdings US-Spieler Davis.
Pflichtaufgabe: Hinter dem Spitzenduo liegt die Arantia derzeit auf dem dritten Tabellenrang, hat einen Vorsprung von zwei Zählern auf ein Verfolgerquartett, das punktgleich ist. Für das Team um Kapitän DJ Wilson, das als erste Mannschaft in dieser Spielzeit die Sparta besiegen konnte, steht eine Woche vor dem erneuten Schlagabtausch gegen Bartringen im Pokalhalbfinale eine Pflichtaufgabe gegen Tabellenschlusslicht Contern auf dem Programm. Für den ABC sieht die aktuelle Situation alles andere als rosig aus. Zwei Punkte Rückstand hat das Team bereits auf den vorletzten Platz, hat in der laufenden Saison nur eine einzige Partie gegen die Musel Pikes gewonnen. Fängt man nicht bald an zu Punkten, dürfte es in den kommenden Monaten schwer werden, die Klasse zu halten.
Südderby unter anderen Voraussetzungen
Verfolgerduo: Von Rang vier bis sieben sind alle Mannschaften in der Tabelle derzeit punktgleich. Zwei von ihnen sind Düdelingen und Esch, die am Sonntag im Südderby aufeinandertreffen werden. Ein Duell, das in der Vergangenheit immer wieder Brisanz und spektakuläre Spiele bot. Bei den Eschern wechselten sich in der laufenden Saison, der ersten nach Thomas Grün, starke und schwache Leistungen in beständiger Regelmäßigkeit ab. Ähnlich sah es auch bei Düdelingen aus, das zwei Monate nach der Rückkehr von Coach Yves Defraigne endlich durchstarten möchte. Kurz vor Weihnachten konnte der Belgier endlich auf einen kompletten Kader, auch mit dem lange verletzten Finn Reisdorffer, zurückgreifen. Auch Esch darf sich über die Rückkehr von Denilson Ramos freuen, der aufgrund seiner Studien eine Reihe an Spielen der Hinrunde verpasst hat. Vieles hat sich also im Vergleich zum 87:66-Sieg der Escher Ende September geändert.
Kellerduelle: Nicht alle Partien des 13. Spieltags werden am Wochenende ausgetragen. Erst am Mittwoch und Donnerstag stehen mit Musel Pikes gegen Mamer und Racing gegen Kordall zwei wichtige Spiele in der unteren Tabellenhälfte auf dem Programm. Das Derby zwischen Steinsel und Walferdingen findet erst am 21. Januar statt, womit es für die Amicale vor dem Halbfinale der Coupe de Luxembourg keine Generalprobe mehr geben wird.
Pires neuer Kordall-Coach
Die Kordall Steelers haben einen neuen Trainer. Nachdem sich das Team kurz vor Weihnachten von Trainer Antonio López getrennt hatte, teilte der Fusionsklub am Freitag mit, dass man mit Alex Pires einen neuen Head-Coach verpflichtet hat. Pires ist in der heimischen Enovos League alles andere als unbekannt, er saß schon in Heffingen (gleich zweimal), Steinsel und beim Gréngewald auf der Trainerbank. Für die Steelers stehen wichtige Wochen an. Derzeit belegt der Aufsteiger, dessen großes Saisonziel der Klassenerhalt ist, Rang acht und damit den letzten Play-off-Platz. Bereits am Donnerstag steht gegen Mitaufsteiger Racing ein bedeutendes Duell auf dem Programm.
De Maart

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